Israels Verteidigungsminister feuert den Chef des israelischen Militärs im Westjordanland – wohl, weil der einen Haftbefehl für einen Siedler verlängern wollte.

De facto rechtsfreier Raum: Ein bewaffneter Siedler im Westjordanland, 31. Juli 2026

Majdi Mohammed/ap

Es passiert nicht jeden Tag, dass man live im Fernsehen gefeuert wird. Doch Generalmajor Avi Bluth ist dies am Sonntag widerfahren. Der Chef der israelischen Armee im Westjordanland hat laut Medienberichten von seiner Kündigung durch die Abendshow „The Patriots“ auf dem rechten israelischen Kanal 14 erfahren.

Bei der Live-Talkshow hat der eingeladene Verteidigungsminister Israel Katz angekündigt, Generalmajor Dado Bar Kalifa sei ein „Held“ und solle Chef des Zentralkommandos werden. Der derzeitige Kommandeur, Avi Bluth, saß zu dem Zeitpunkt in einer Sitzung über die Antiterrorpolitik im Westjordanland und schaute sich gerade mit anderen Offizieren Pläne an, um dort eingenistete Terrororganisationen zu zerschlagen. Als die Nachricht das Militärbüro erreichte, löste sie wohl eine Schockwelle im Hauptquartier aus.