Die offiziellen Karten, die kühle Orte in Berlin ausweisen, liefern dürftige Ergebnisse. Ein Berliner hat auf eigene Faust etwas Besseres programmiert.

Eher das Gegenteil von einem kühlen Ort: der Gendarmenmarkt in Mitte

Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Es ist noch nicht so lange her, da wäre den meisten ein Berlin-Plan mit „kühlen Orten“ seltsam vorgekommen. Wärmestuben für den Winter, klar, aber temperierte Räume für die Sommerhitze? Da dachte man eher an dunkle Kirchen in Süditalien, in die sich schwitzende TouristInnen vor der mediterranen Sonne flüchten. Tempi passati: Heute sind auch Niedrigtemperatur-Tipps für die deutsche Hauptstadt Gold wert.

Gleich drei digitale Rechercheangebote bietet die Berliner Verwaltung im Netz an: die „Kühle Orte“-Karte der Senatsgesundheitsverwaltung, die „Erfrischungskarte“ der Open Data Informationsstelle und das Geoportal Berlin. Die Vielfalt ist allerdings irreführend, denn alle drei verweisen auf exakt dieselben Räume – neben Trinkbrunnen, Schwimmbädern und (im Falle der „Erfrischungskarte“) jeder einzelnen Parkbank von Berlin.