Die Zahlen sind nur vorläufig, und der Untersuchungszeitraum ist vergleichsweise kurz. Trotzdem zeigt eine Auswertung von Suchtforschern des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf eine Tendenz: Seit der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 hat die Anzahl der Krankenhauseinweisungen zugenommen, die sich auf Missbrauch des Rauschmittels zurückführen lassen. Die Vergiftungen und Psychosen nahmen zu. Bei Erwachsenen blieb die Zahl nach dem Anstieg konstant auf höherem Niveau; bei Jugendlichen stieg sie zunächst an, pendelte sich dann aber wieder nahe des Ausgangswerts ein. Schätzungsweise sind in dem Jahr, nachdem das Gesetz in Kraft getreten ist, etwa 1400 Patienten zusätzlich wegen Cannabiskonsum in die Klinik eingewiesen worden.