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Antonia Kemper sagt, sie wisse jetzt, was es heiße, so richtig »zu malochen«. Morgens um sieben in der Werkstatt zu sein, acht Stunden Holz zu schleifen, zu fräsen und zu hobeln. Dann am Ende vor einem fertigen Möbelstück zu stehen und alle Probleme zu vergessen, die ihr Job so mit sich bringt: die Rückenschmerzen, die 700 Euro Ausbildungsgehalt, die Kalender mit den nackten Frauen an der Wand.
Vor ein paar Wochen schloss sie ihre Ausbildung zur Tischlerin in einem kleinen Betrieb in Düsseldorf ab. Dabei hatte sie eigentlich mal Ingenieurin in der Umweltverfahrenstechnik werden wollen. Aber nach fünf Jahren, kurz vor dem Ende, brach sie ihr Studium ab. Kemper sagt, als Tischlerin habe sie endlich einen Job gefunden, der sie erfülle. »Auch wenn ich manchmal noch an das Ingenieursgehalt denke.«








