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Die erpressbare EUWas lernt die EU aus der Kurzzeit-Migrationskrise in Ceuta? Viele der 60.000 Menschen, die vergangene Woche illegal die Grenze der spanischen Exklave überquert hatten, sind mittlerweile wieder zurück in Marokko. Doch ein Teil weigert sich, zurückzukehren. Zahlreiche Migranten, teils minderjährig, harren unter freiem Himmel aus, berichtet mein Kollege Jan Petter von vor Ort (mehr hier ). Extreme Rechte nutzen die Bilder aus Ceuta bereits für ihre Propaganda.

Migranten in der spanischen Exklave Ceuta: Vorübergehender Kontrollverlust

Der Kontrollverlust hat die EU erschüttert. In einem offenen Brief haben 22 Staats- und Regierungschefs Spanien dafür kritisiert, dass so eine Situation überhaupt entstehen konnte. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez warf einigen Partnern vor, ihre Haltung sei von »Vorurteilen, Falschinformationen, Unwissenheit oder politischen Interessen« geprägt (mehr dazu hier).Auslöser für den Ansturm auf Ceuta war womöglich ein missverständliches Urteil des obersten spanischen Gerichts und eine Dynamik in den sozialen Netzwerken. Doch zur Wahrheit gehört, dass die Eskalation nur möglich war, weil marokkanische Sicherheitskräfte viele Migranten ungehindert passieren ließen. Dem SPIEGEL berichteten mehrere Menschen, sie seien sogar von Polizisten in Richtung Ceuta getrieben worden.