Markus Söder bleibt ruhig. Er lässt sich nicht von Anna Engelke provozieren. Die stellvertretende Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios macht es Söder aber auch nicht allzu schwer. Mal fragt sie nach dem Ausscheren der drei CDU-Ministerpräsidenten aus dem Osten zur Rentenreform. Mal zur Krise der Automobil-Industrie, die auch Bayern trifft. Söder darf beides kurz wegwischen: Das Konzept der Rentenkommission unterstützt Söder, weil es gut sei. BMW gehe es mit seinen „Hightech-Verbrennern“ besser als VW, sagt Söder. Punkt. Engelke fragt nicht nach.
Brav verteidigt Söder auch die Merzschen Fehler bei der Kabinettsumbildung, von denen er „gar nicht weiß, ob das handwerkliche Fehler waren“, weil da doch ein Kandidat überraschend abgesagt habe. „Die Regierung steht“, sagt Söder, „und sie steht gut.“ Anna Engelke will bei so viel Regierungsoptimismus nicht weiter nachbohren. Schließlich kennt man ja Söders Treue zu Merz. Tatsächlich stand Söder auch vor der Sommerpause folgsam hinter dem Kanzler, als der die wachsweichen Kompromisse mit den Koalitionspartnern von der SPD verkünden musste. Auch die sinkenden Umfragewerte der Union scheinen Söder nicht zu beunruhigen. Was ist los mit dem Polit-Fuchs aus Bayern?









