Bei Löscharbeiten in Griechenland sind zwei Hubschrauber zusammengestoßen und abgestürzt. Die griechische Feuerwehr kämpft gegen einen großflächigen Waldbrand westlich von Athen. Hunderte Einsatzkräfte waren die ganze Nacht am Kithairon-Gebirge vor Ort, unterstützt von Militärfahrzeugen, Freiwilligen und schwerem Gerät. Mit Tagesanbruch hatten auch Löschflugzeuge und Hubschrauber ihre Einsätze wieder aufgenommen, wie der staatliche Rundfunk ERT berichtet.Der Sender strahlte ein Video aus, in dem zu sehen ist, wie ein Helikopter die Rotorblätter des anderen berührt. Kurz darauf explodiert der zweite Hubschrauber und stürzt brennend ab. Die Piloten des einen Hubschraubers haben sich bei der Feuerwehrzentrale per Funk gemeldet. Das Schicksal der Besatzung des zweiten Hubschraubers ist jedoch weiterhin unklar. Im Gebiet bei der Ortschaft Psatha wurde eine groß angelegte Such- und Rettungsaktion eingeleitet, teilte die Feuerwehr mit.Die Flammen breiteten sich wegen starker Winde zeitweilig mit hoher Geschwindigkeit aus. Besonders betroffen sind die Gebiete Veniza und Psatha. Nach Angaben der Einsatzkräfte bewegt sich das Feuer weiter in Richtung Osten und liegt nur noch wenige Kilometer von der Stadt Megara entfernt, rund 50 Kilometer westlich der griechischen Hauptstadt. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, dass bislang landesweit 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden seien.Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand. Dort seien bislang jedoch keine Ortschaften unmittelbar bedroht, berichtete ERT. Die Waldbrände auf Kreta sollen nach Berichten örtlicher Medien größtenteils gelöscht sein.Neue Waldbrände in SpanienIm von zahlreichen Waldbränden geplagten Spanien sind zwei neue Feuer ausgebrochen. In der Provinz Cáceres im Westen des Landes griffen Flammen eines in Brand geratenen Lastwagens am Samstag schnell auf die Vegetation über, wie die Polizeieinheit Guardia Civil in einem Post auf der Plattform X schreibt.Mehr als 800 Einwohner der Orte Casas de Millán und Grimaldo wurden in Sicherheit gebracht. Der Brand in der Autonomen Region Extremadura, die an Portugal grenzt, wird derzeit in der niedrigsten Gefahrenstufe 1 geführt.Nahe Lleida in der autonomen Region Katalonien im Nordosten Spaniens haben starke Winde einen Waldbrand wieder angefacht und auf weitere Flächen ausgedehnt, wie die dortige Feuerwehr mitteilte. Nahe dem Ort Senet brenne es in Schluchten mit sehr steilem Gefälle. Die Feuerwehr hat dort unter anderem fünf Löschflugzeuge im Einsatz.In ganz Spanien sind derzeit Dutzende meist kleinere Waldbrände aktiv, darunter in Kastilien-León, Katalonien, Valencia und Kastilien-La Mancha.Eine spezialisierte Waldbrand-Einheit aus Nordrhein-Westfalen unterstützt ihre spanischen Kollegen beim Kampf gegen Waldbrände in der nordwestlichen Region Kastilien-León. Derzeit seien die mehr als 50 Feuerwehrleute damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und abzulöschen, teilte Sprecher Frank Frenser von der Feuerwehr Bonn mit.Die verheerenden Waldbrände in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo, die vergangene Woche die Evakuierung Zehntausender Menschen erforderten, sind inzwischen weitgehend eingedämmt.