„Wirtschaft, Arbeit und Löhne“ sind für die Menschen in Sachsen-Anhalt der am häufigsten genannte Problemkomplex vor der Landtagswahl. Das zeigt eine Auswertung des „Sachsen-Anhalt-Monitors 2025“ durch die Hochschule Magdeburg-Stendal. Kein anderer wurde häufiger genannt. Und von den Befragten fühlen sich 34,1 Prozent keiner Partei verbunden.
Die aktuelle wirtschaftliche Lage in Sachsen-Anhalt ist alles andere als rosig. Seit 2022 ist das reale Bruttoinlandsprodukt um rund 4,3 Prozent gesunken. Die Investitionen der Industriebetriebe gingen 2024 um 9,9 Prozent zurück, die Wertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes sank 2025 um 1,8 Prozent. Im Juni 2026 waren knapp unter 90.000 Menschen arbeitslos. Gleichzeitig fehlen qualifizierte Mitarbeiter in 22 Berufsgruppen.
Fachkräfte, Energiepreise, Genehmigungen und die Zukunft der Industrie beschäftigen daher alle Parteien. Ihre Antworten unterscheiden sich vor allem in der Frage, wie stark das Land selbst investieren, fördern und in wirtschaftliche Entscheidungen eingreifen soll.
CDU: Unternehmen gewinnen und Industrie sichern
Die CDU will Sachsen-Anhalt zu einer der fünf führenden Ansiedlungsregionen Europas machen. Sie setzt auf Industrieflächen, schnellere Genehmigungen, die Investitions- und Marketinggesellschaft IMG und die Förderprogramme des Landes. Der frühere Intel-Standort soll als „High-Tech Park Sachsen-Anhalt“ entwickelt werden. Er ist aber nur ein Teil eines breiteren Kurses, der neue Unternehmen gewinnen und vorhandene Standorte stärken soll. Auch die Fertigstellung von A14 und A143 sowie bessere Bahn- und Wasserstraßen sollen neue Ansiedlungen ermöglichen.











