Alexander Egger hat selbst mehrere Jahre ein kleineres Zelt auf dem Münchner Oktoberfest betrieben. Dann klagte er vor einigen Monaten gegen die Vergabepraxis für die großen Festzelte auf der Wiesn. Nun sagte Egger der »Süddeutschen Zeitung«: »Es gibt Anfeindungen, nicht nur gegen mich, sondern auch gegen meine Familie, Mitarbeiter und Lieferanten.« Er wolle nicht ins Detail gehen, von wem genau die Anfeindungen kommen. »Die Aufregung hat ein Ausmaß angenommen, das ich mir nie hätte ausmalen können und bei dem es auch um die Sicherheit von Menschen geht«, sagte er weiter.
Egger will auf gerichtlichem Weg erreichen, dass die Zuteilung zweier großer Zelte nach europäischem Vergaberecht erfolgt. Ein Eilantrag dazu ist zwar gescheitert, aber im September steht das Hauptsacheverfahren an.Egger kritisiert das Vergabesystem für die großen Oktoberfestzelte als intransparent. Er fordert, dass die Standplätze der großen Oktoberfestzelte – anders als bisher – EU-weit ausgeschrieben werden müssen.
Schottenhamel-Festzelt auf dem Oktoberfest
Geklagt hatte Egger am Beispiel der Festhalle Schottenhamel und des Paulaner-Festzelts. Den Standplatz der Festhalle Schottenhamel vergibt die Stadt nach einer Ausschreibung. Den Standplatz des Paulaner-Festzelts vergibt die Brauerei.»Widersprüche, die uns keiner erklären konnte oder wollte«Egger, der sich schon öfter für größere Wiesn-Zelte beworben hat, kritisierte die Punktevergabe im Rahmen des Vergabeverfahrens. Hier habe er eine »hohe Spannbreite in den Interpretationsmöglichkeiten der Bewertungsmöglichkeiten« gesehen. »Bei unseren vielen Bewerbungen, die über die Jahre zusammengekommen sind, haben wir immer wieder Widersprüche festgestellt, die uns keiner erklären konnte oder wollte«, sagte der Wirt.






