Die großen Brände in Frankreich scheinen zunächst unter Kontrolle. Die eingesetzten Feuerwehrleute fürchten die Langzeitschäden für ihre Gesundheit.
Vor dem dichten Rauch und den darin enthaltenen Schadstoffen sind Frankreichs Feuerwehrleute nicht ausreichend geschützt
Manon Cruz/reuters
In der südwestfranzösischen Gironde sind die Brände vorerst einigermaßen stabilisiert, doch für eine Entwarnung ist es noch zu früh. Die Erfahrung in einer anderen Gegend, dem Département Var im Hinterland der Côte d’Azur, belegt, dass ein Feuer, das nach tage- und nächtelangem Einsatz unter Kontrolle war, vom Mistral erneut angefacht plötzlich wieder ausbrechen und sich buchstäblich in Windeseile ausbreiten kann. Wegen der besonders hohen Temperaturen, 40 Grad im Schatten, bleibt die Waldbrandgefahr vor allem in der südlichen Landeshälfte höchstakut.
Die Regierung in Paris denkt dennoch schon an das Danach: Premierminister Sébastien Lecornu zieht eine vorläufige Bilanz und spricht in einem Interview vom Wiederaufbau der heimgesuchten Zonen. Schon jetzt ist klar, dass es der schlimmste Waldbrandsommer der letzten Jahre war, denn bereits weit mehr als 100.000 Hektaren Flächen sind zerstört.













