Bei der Bekämpfung der großflächigen Waldbrände melden die Behörden in Frankreich und Spanien Erfolge. Das Feuer im südwestfranzösischen Département Gironde ist trotz eines stellenweisen Wiederaufflammens nach Behördenangaben »weiterhin stabilisiert«. Der Brand breite sich vorerst nicht weiter aus, teilte die zuständige Präfektin Sophie Brocas am Abend mit. An 14 Stellen seien die Flammen im Tagesverlauf erneut ausgebrochen. Dort habe es bereits zuvor gebrannt.

Die Bewohner dreier zuvor evakuierter Orte in der Nähe der Großstadt Bordeaux könnten unter Bedingungen nach Hause zurückkehren, teilte die Präfektin weiter mit. »Wenn sie es wünschen«, könnten die Menschen nach Le Haillan, Mérignac und Eysines zurückkehren. Gegebenenfalls müssten sie die Orte bei einer neuerlichen Bedrohung aber wieder verlassen. Die Bewohner der Ortschaften waren in der Nacht zu Samstag aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu begeben.

Der Brand bei Bordeaux hat in den vergangenen Tagen 42.000 Hektar Fläche verwüstet, rund 220.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Zuletzt waren rund 4000 Touristen im Badeort Lacanau zur Evakuierung aufgefordert worden.»Bis zur letzten Flamme«Bei der Bekämpfung von Waldbränden feiern auch die Einsatzkräfte in Spanien erhebliche Erfolge. »Wir sehen Licht am Ende des Tunnels«, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez nach einer Sitzung des Krisenstabs in Madrid. Die Regierung werde »bis zur letzten Flamme« alle verfügbaren Mittel einsetzen. Die von den Bränden betroffenen Gebiete seien nun zu Katastrophenzonen erklärt worden, wodurch erste Hilfen anliefen.