Für SSDs mit PCIe 6.0 gibt es im Desktop-Bereich aktuell keinen Bedarf, selbst 5.0er-SSDs sind für viele Aufgaben nicht notwendig. Doch im Rechenzentrum sieht das ganz anders aus, viele Betreiber würden lieber heute als morgen auf die schnellere Technik umstellen. Nach Micron und Samsung hat nun auch Kioxia eine passende SSD vorgestellt, die CM10. Die Serie setzt auf 332-lagigen TLC-NAND der zehnten BiCS-Flash-Generation und richtet sich ausdrücklich an KI-Inferenz, große KV-Caches und klassische Enterprise-Workloads. Während Micron und Samsung ihre PCIe-6.0-Laufwerke inzwischen bereits in Serie fertigen, bleibt Kioxia bei konkreten absoluten Transferraten und einem Termin für die Volumenverfügbarkeit aber noch zurückhaltend.
Die Serie erscheint in den Server-Formfaktoren E3.S und E1.S sowie als 2,5-Zoll-Variante und deckt – abhängig von der Ausführung – Kapazitäten von 1,6 bis 61,44 TByte ab. Für E3.S und die 9,5 mm hohe E1.S-Version ist Direct-Cold-Plate-Flüssigkühlung vorgesehen; das unterstreicht die Ausrichtung auf dichte KI-Server. Kioxia verspricht gegenüber der eigenen CM9-Serie bis zu 92 Prozent mehr sequenzielle und bis zu 85 Prozent mehr zufällige Leseleistung. Die 2,5-Zoll-Ausführung ist allerdings laut Fußnote nicht PCIe-6.0-, sondern PCIe-5.0-kompatibel und nutzt älteren BiCS-Flash.











