PfadnavigationHomeRegionalesSachsenSchweres Unwetter - Aufräumen in der Sächsischen SchweizStand: 12:03 UhrLesedauer: 3 MinutenAuch auf der Bühne und der Zuschauertribüne der Felsenbühne Rathen gibt es Schäden.Quelle: Sebastian Kahnert/dpaNach dem tödlichen Unwetter in der Sächsischen Schweiz dürfen Teile des Nationalparks nahe der berühmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.Nach dem schweren Unwetter mit einem Toten stehen in der Sächsischen Schweiz langwierige Aufräumarbeiten bevor. Es seien unzählige Bäume umgestürzt, sagte Björn Rosenkranz, Kreisbrandmeister des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Das Landratsamt verbot das Betreten des Waldes in den betroffenen Gebieten bis einschließlich Montag, weil Lebensgefahr bestehe.38-Jähriger von umstürzendem Baum getroffenAm Freitagabend hatte ein Gewitter mit heftigem Sturm das Tal Amselgrund unweit der bekannten Felsformation Bastei getroffen. Es überraschte Wanderer und Menschen, die auf dem Weg zu einer Vorstellung der Felsenbühne Rathen waren.Ein 38 Jahre alter Mann wurde auf dem Basteiweg von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen. Drei Menschen erlitten an einer anderen Stelle mittelschwere Verletzungen. Die Feuerwehr brachte 40 Personen aus der Gefahrenzone. Ein Imbiss mit Bootsverleih am Amselsee wurde vollkommen verwüstet.Am Samstag waren Drohnenstaffeln der Bergwacht in Sebnitz und des Technischen Hilfswerks in Dippoldiswalde im Einsatz, um das Gebiet zu überfliegen und die Schäden aufzunehmen.Gefährliche AufräumarbeitenDer Staatsbetrieb Sachsenforst geht von komplizierten Aufräumarbeiten aus. Die Bäume hätten sich beim Umknicken teilweise ineinander verknotet und stünden unter Spannung, sagte Uwe Borrmeister, Leiter der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst, dem MDR. Es seien gefährliche Arbeiten, die man nur mit Forstmaschinen bewältigen könne.Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz dürfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Dies betrifft die Gebiete zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Im Wald hingen noch zahlreiche abgebrochene Äste und schräg liegende Bäume, die infolge des Sturms jederzeit umstürzen könnten.«Es war ein sehr, sehr starkes lokales Sturmereignis», hieß es vom Sachsenforst. Nach ersten Schätzungen erstrecke sich das betroffene Gebiet über etwa 25 Hektar, sagte Kreisbrandmeister Rosenkranz.Kretschmer: «Ich leide mit den Menschen»Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer besuchte den Unglücksort am Tag nach dem Unwetter. «Die Sächsische Schweiz liegt mir sehr am Herzen. Ich leide mit den Menschen», sagte der CDU-Politiker in Rathen. Er sei in Gedanken bei dem Mann, der ums Leben kam, und dessen Familie.Zugleich sei er beeindruckt von dem Zusammenhalt und der Tatkraft der Einsatzkräfte, sagte Kretschmer. «Es ist wirklich so: Schon eine halbe Stunde, nachdem das Unwetter gewütet hat, waren die ersten Hilfskräfte da, hat man gemeinsam angepackt. Das ist dann eine richtige Maschinerie, und wir werden auch diese Katastrophe wieder meistern.»Vorstellungen in der Felsenbühne Rathen abgesagtAuch die Felsenbühne Rathen wurde beschädigt. «Das Unwetter dauerte nur etwa zehn Minuten, führte aber zu erheblichen Schäden im Gebiet der Felsenbühne», teilten die Landesbühnen Sachsen mit, zu denen das Freilufttheater gehört. Betroffen seien der Zuschauer- und Bühnenbereich und das Umfeld des Dienstgebäudes. Bis einschließlich Mittwoch wurden alle Veranstaltungen abgesagt.dpa-infocom GmbH
Schweres Unwetter - Aufräumen in der Sächsischen Schweiz - WELT
Nach dem tödlichen Unwetter in der Sächsischen Schweiz dürfen Teile des Nationalparks nahe der berühmten Felsformation Bastei nicht betreten werden. Warum noch immer Lebensgefahr besteht.












