Stand: 02.08.2026 07:33 Uhr
Eine Woche nach dem Anschlag beim CSD in Berlin ist die Demo in Hamburg friedlich zu Ende gegangen - mit so vielen Teilnehmenden wie nie zuvor. Der Verein "Hamburg Pride" spricht von einer Rekordbeteiligung.
Rund 300.000 Menschen waren nach Polizeiangaben bei der Hamburger CSD-Demo auf der Straße - mehr als erwartet. 60 Trucks und zahlreiche Fußgruppen zogen durch die Innenstadt, dazwischen Einhörner, Elfen, Lack, Leder und jede Menge Glitzer vor einem Meer aus Regenbogenflaggen. Der Demonstrationszug hatte um 12 Uhr an der Lübecker Straße begonnen und endete gegen 16.30 Uhr. Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen gewesen, zu Zwischenfällen sei es nicht gekommen, teilte die Polizei mit.
Bunt, laut - und politisch
Ein Hupkonzert der "Dykes on Bikes" - Frauen auf Motorrädern - und eine Konfettikanone gaben den Startschuss. "Jetzt erst recht" war immer wieder zu hören. "Wir suchen hier das Gemeinschaftsgefühl", sagte Manuel Opitz von "Hamburg Pride" - in der Community, aber auch mit dem Rest der Gesellschaft. Das sei das Besondere am CSD: dass alle zusammen auf die Straße gehen und zeigen, dass die Gesellschaft dabei ist und trägt. Auf Plakaten wurde es politisch: "Unsere Körper, unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen", "Wir sind hier, um zu bleiben" - und: "Taten statt Worte, Merz!"














