Der gute Rudi. Hat gewackelt, sagte er dieser Tage, hat überlegt, ob es „Sinn mache, noch weiterzumachen“. Nicht doch! Es gibt nur einen Rudi Völler. Der steht unter Denkmalschutz. Berühren verboten.Obwohl die „Tante Käthe“ manchmal wunderbar austeilen kann. Wenn es reicht, wenn das Maß, okay, die Maß überläuft. Wir erinnern uns gerne an die Attacke von Rudi, damals als genervter Bundestrainer, auf einen TV-Moderator mit Weißbier-Affinität.Neulich ging’s ihm wieder gegen den Strich. Weil jemand vom Lagerkoller der jüngst gescheiterten Nationalelf sprach. „Scheißhausparolen“, sagt Rudi zur Langeweile als Grund für das Versagen. Heute gäb es doch Internet. Früher hätten sie das nicht gehabt und sich, Achtung, wahrscheinlich überspitzt, „Gutenachtgeschichten“ erzählt. Der Lothar dem Rudi? Wir wissen es nicht. Aber dies aus Völlers Mund: Er habe vielleicht die Schwäche, nicht Nein sagen zu können.Das finden sie schon lange prima beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Einst ließ sich der geliebte Völler „installieren“ als Geschäftsführer Sport. Und nun, erzählt er, wollten wieder alle, dass er bleibe, auch der Klopp. Was soll er dazu sagen? Nein? Und erst mal darauf pochen, am „nackten Erfolg“ (O-Ton Völler) gemessen zu werden? Vor so einer mehrfach menschlichen Enttäuschung bewahrt uns Rudi. Und bleibt dem DFB zu dessen Freude erhalten. Als Ja-Sager.