Völler über DFB-Rücktritt : „Habe überlegt, ob es nach dieser WM noch Sinn macht, weiterzumachen“27.07.2026, 11:30Lesezeit: 2 Min.Der Sportdirektor des DFB war „nah dran“, nach dem enttäuschenden deutschen WM-Abschneiden seinen Abschied zu verkünden. Dass Rudi Völler doch dabei bleibt, liegt auch am neuen Bundestrainer.Rudi Völler stand nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM dicht vor einem Rücktritt als DFB-Sportdirektor. „Ich habe überlegt, ob es nach dieser WM noch Sinn macht, weiterzumachen und habe gewackelt. Ich war nah dran“, berichtete der 66-Jährige beim Internationalen Trainerkongress in Mainz.Nach Gesprächen mit der Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes und dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp habe er sich aber entschieden, seinen Vertrag bis einschließlich der Europameisterschaft 2028 zu erfüllen. „Jürgen hat eine enorme Vita. Wenn er sagt, du musst dabeibleiben, freut mich das natürlich. Ich werde ihn auf meine Art unterstützen“, sagte Völler.Hauptaufgabe werde es sein, attraktiveren Fußball zu spielen. „Wir müssen die Massen wieder begeistern und es bei der nächsten EM besser machen“, forderte Völler. Dafür sei Klopp der richtige Mann. „Du musst den Menschen in den nächsten zwei Jahren eine gewisse Zuversicht geben. Das kann er mit seiner Art. Er hat das Land ja schon angezündet“, sagte Völler.Sportdirektor glaubt an AufschwungDer ehemalige Teamchef, der mit der DFB-Auswahl 2002 Weltmeisterschaftszweiter geworden war, freut sich auf die Zusammenarbeit mit Klopp. „Es ist super, dass er es geworden ist“, sagte Völler und lobte: „Es ist seine ganz große Stärke, neben seinem Fußball-Sachverstand, Menschen mitreißen zu können.“Diese Fähigkeit habe Klopps Vorgänger Julian Nagelsmann zuletzt gefehlt. „Er hatte keine Lobby mehr. Jede seiner Entscheidungen wurde ihm negativ ausgelegt“, sagte Völler. Der DFB hatte sich nach dem frühzeitigen WM-Aus im Sechzehntelfinale von Nagelsmann getrennt.Bei Klopp werde dies anders sein, prophezeite Völler: „Er hat die Wucht und die Macht, auch mal Dinge auszuprobieren. Und bei ihm wird man auch mal ein Auge zudrücken, wenn etwas nicht so funktioniert. Das hat er sich erarbeitet.“ Er habe die Hoffnung, dass es unter dem 59-Jährigen mittelfristig wieder bergauf gehe. „Wir sind immer noch eine Nation, die an guten Tagen alle schlagen kann“, bekräftigte Völler.Kapitän Joshua Kimmich dürfte derweil auch nach der dritten WM-Enttäuschung nacheinander eine tragende Säule der Nationalmannschaft bleiben: „Ich gehe mal davon aus“, sagte Völler in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: „Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird.“Die Entscheidung liege natürlich beim Bundestrainer, betonte Völler, aber: „Wir haben ja alle verfolgt, was er gesagt hat. Da hat man ja eigentlich keinen anderen Eindruck bekommen.“
Fußball-WM 2026: Rudi Völler über DFB-Rücktritt und Jürgen Klopp
Der Sportdirektor des DFB war „nah dran“, nach dem enttäuschenden deutschen WM-Abschneiden seinen Abschied zu verkünden. Dass Rudi Völler doch dabei bleibt, liegt auch am neuen Bundestrainer.










