Was kommt nach dem KI-Hype an der Börse? Wahrscheinlich ein Comeback von Bitcoin und GoldSo können sich Anleger auf ein Ende des Bärenmarktes bei Kryptowährungen vorbereiten.02.08.2026, 05.30 Uhr3 LeseminutenKleinanleger interessieren sich nur noch für KI und nicht mehr für Bitcoin und Co. Das sind beste Voraussetzungen für eine neue Hausse.Christophe Morin / Bloomberg / GettyWas ist das nächste Thema an den Börsen, wenn KI den Zenit überschreitet? Ich glaube an ein Comeback von Bitcoin und Gold. Die Kryptowährung ist viel tiefer gefallen als das Edelmetall, nicht nur im Preis, sondern auch in der Gunst der Investoren. Darum hat sie ein weit grösseres Aufwärtspotenzial.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Wenn ich von Gold rede, meine ich auch Silber. Wenn von Bitcoin, dann auch Ether, Solana und andere Coins.Kryptowährungen sind nun schon seit Oktober in einem Bärenmarkt. Dabei hat sich genau jenes Kursmuster wiederholt, das wir aus der Vergangenheit kennen: Nach drei Jahren steilem Aufstieg kommt der Absturz. Ich habe ehrlich gesagt nicht mit dieser Möglichkeit gerechnet und musste mich eines Besseren belehren lassen.Sollten sich Kryptowährungen weiterhin exakt an den Vierjahreszyklus der Vergangenheit halten, wäre im Oktober der Tiefpunkt erreicht, und drei Jahre mit grossen Gewinnen stünden bevor.Für einmal wäre eine Kursexplosion gerechtfertigt, denn in diesem Bärenmarkt wird das Fundament gelegt, um Kryptowährungen mit dem herkömmlichen Finanzsystem zu verschmelzen.Banken, Börsen und Vermögensverwalter, deren Chefs nicht gerade unter einem Stein leben, arbeiten daran, Währungen, Aktien und andere Wertschriften zu tokenisieren, sie also auf die Blockchain zu bringen. Robinhood, der überaus erfolgreiche amerikanische Broker, hat gleich selbst eine Ethereum-kompatible Blockchain lanciert und bietet unter anderem 7 Prozent Zins auf Dollaranlagen an.Es gibt nun auch technische Lösungen, wie autonome KI-Agenten Stablecoins verwenden können. Diese werden im Internet nicht mit Kreditkarten bezahlen.Ich persönlich warte zwar noch etwas ab. Bitcoin könnte nochmals unter 60 000 Dollar fallen, vielleicht sogar deutlich. Die Investoren haben vor lauter KI im Moment ohnehin nicht die Kapazität, sich mit anderen Themen zu beschäftigen.Ich überlege mir aber bereits, wie ich das Thema spielen möchte. Ich werde wohl primär über ETF investieren und nicht direkt mit einer eigenen Wallet. Das ist zwar nicht im Sinne des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto, der uns die direkte Kontrolle über unser Geld zurückgeben wollte.Aber bei Gebühren für Bitcoin-ETF, die bei 0,15 Prozent beginnen, sehe ich mehr Vor- als Nachteile. Ich bezweifle namentlich, dass meine Töchter auf Vermögenswerte auf einer Wallet zugreifen könnten, falls ich unters Tram käme.Aber ganz werde ich es nicht lassen, nur schon, um am Ball zu bleiben. Und ich habe in den vergangenen Wochen den Dienst eines Schweizer Kryptoanbieters ausprobiert, der den Ein- und Ausstieg bei Kryptowährungen massiv vereinfacht: Er heisst Mt Pelerin, wie der Berg bei Vevey und eine Gruppe von Ökonomen.Dort können Nutzer eine eigene Bankadresse einrichten. Wenn sie auf diese IBAN Franken schicken, wird ihr Geld automatisch in eine vordefinierte Kryptowährung konvertiert und an ihre private Wallet gesendet. Der umgekehrte Weg – von Krypto zurück aufs Bankkonto – ist genauso einfach.Meine (zunehmend paranoide) Hausbank wird so nicht einmal mitbekommen, dass ich in Kryptowährungen investiere.Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»Passend zum Artikel