Lange wurde Lionel Messi in Spanien gefeiert, als wäre er einer von ihnen. Fast zwei Jahrzehnte lang spielte der wohl größte argentinische Fußballer aller Zeiten beim großen FC Barcelona und prägte den Verein wie kaum ein anderer. Millionen spanischer Fans verbinden mit Messi große sportliche Erfolge, spektakuläre Momente – und eine Ära, die als eine der erfolgreichsten der Fußballgeschichte gilt.Doch die Bewunderung für den einst fast schon als Volksheld gefeierten Weltfußballer scheint nach dem WM-Finale in Teilen der Bevölkerung umzuschlagen. In einer neuen Petition wird Messi vorgeworfen, ihm fehle die nötige Verbundenheit zu Spanien. Deshalb wird nun die Aberkennung einer royalen Auszeichnung gefordert, die ihm wohlgemerkt vor wenigen Wochen erst verliehen worden war.

„Spanisches Pendant zum Nobelpreis“

Die Initiatoren der Petition kritisieren vor allem die enge Verbindung des 39-jährigen Argentiniers zu seiner Nationalmannschaft, die im WM-Finale gegen Spanien ausschied und sich nach dem Spiel in den Augen vieler Fans unsportlich verhalten hat. Wie das spanische Magazin Rosario3 berichtet, verbreitete sich die Forderung nach einer Aberkennung des prestigeträchtigen Prinzessin-von-Asturien-Preises vor allem in den sozialen Medien. Eine offizielle Grundlage oder ein Verfahren, Messi die Auszeichnung tatsächlich zu entziehen, gibt es bislang nicht.