Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will nichts dem Zufall überlassen. Wenn seine Landsleute im Oktober darüber entscheiden, ob er seine insgesamt vierte Amtszeit antreten darf, dann sollen alle wissen, wie gut er das Land regiert. Dazu greift die Lula-Regierung so tief in die Tasche wie keine andere in den vergangenen 17 Jahren im gleichen Zeitraum. Die Tageszeitung „O Estadao“ hat ausgerechnet, dass das für „institutionelle Werbung“ zuständige Sekretariat für soziale Kommunikation im ersten Halbjahr 255,3 Millionen Real (umgerechnet 44 Millionen Euro) ausgegeben hat. Weitere 100 Millionen Euro sind bereits genehmigt. Den Löwenanteil davon bekommt unter anderem der dominierende Medienkonzern Globo, dem die Opposition nachsagt, einseitig Pro-Lula zu berichten.
Brasilien im Zollstreit: Trump droht China profitiert
Mit einer neuen Zollrunde will der US-Präsident die größte lateinamerikanische Wirtschaft auf seinen Kurs bringen. Doch Brasília erweitert stattdessen seinen Handel und seine Abhängigkeit von China.







