Nach fast zwei Wochen ukrainischer Drohnenangriffe auf den russischen Onlinehändler Wildberries hat sich Konzernchefin Tatjana Kim ausführlich zu den Schäden geäußert. In einer am Freitag veröffentlichten Videoansprache sprach die Gründerin des Unternehmens von Verlusten in Milliardenhöhe. Zugleich wies sie einen Rechtsanspruch der betroffenen Händler auf Schadensersatz zurück.Seit dem 18. Juli wurden nach übereinstimmenden Berichten mehr als ein Dutzend Standorte von Wildberries angegriffen. Mehrere Lager gerieten in Brand, Warenbestände wurden zerstört und Zehntausende Verkäufer waren betroffen. Viele bangen nun um ihre Existenz. Der Konzern gilt als größter Onlinehändler Russlands und wird häufig als „Russlands Amazon“ bezeichnet.„Seit fast zwei Wochen stehen die Lager unseres Unternehmens unter Terrorangriffen“, sagte Kim in der auf ihrem Telegram-Kanal veröffentlichten Ansprache. Angriffe auf Wildberries seien Angriffe auf Zivilisten und beträfen nicht nur Russland, sondern Unternehmer und Kunden in insgesamt zehn Ländern. Betroffene Firmen unter anderem aus China, Kasachstan, Belarus und Armenien hätten Verluste in Milliardenhöhe erlitten, behauptete Kim. Eine genaue Summe und die zugrunde gelegte Währung nannte sie nicht.