Sondervermögen Infrastruktur : Das erste Geld fließt in ein Feuerwehrhaus01.08.2026, 08:00Lesezeit: 2 Min.Das Sondervermögen Infrastruktur kommt in den Kommunen an. Straßen werden saniert, ein Fahrzeug für den Winterdienst wird beschafft und ein Feuerwehrhaus errichtet.Die Städte Rotenburg an der Fulda und Aßlar werden die ersten Orte in Hessen sein, die vom Sondervermögen für Infrastruktur profitieren werden, das die Bundesregierung 2025 auf den Weg gebracht hatte. Wie das hessische Finanzministerium am Freitag mitteilte, gehen an die beiden Städte zusammen zehn Millionen Euro. Das Geld fließe in die Sanierung von Straßen, es werde ein Fahrzeug für den Winterdienst beschafft und ein neues Feuerwehrhaus gebaut.Wie das Ministerium erläutert, stehen den Kommunen in Hessen aus dem 500-Milliarden-Programm des Bundes zusammen 4,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Denn von den 500 Milliarden flössen 100 Milliarden an die Länder. Hessen erhalte 7,4 Milliarden, von denen wiederum 4,7 Milliarden an die Kommunen weitergegeben würden, also 63 Prozent. „Hessen ist bei der Unterstützung seiner Städte, Gemeinden und Landkreise damit bundesweit in der Spitzengruppe“, schreibt das Ministerium. „Die Kommunen können das Geld unbürokratisch und weitestgehend frei nutzen.“Schon 371 von 442 Kommunen hätten Verträge mit der Wibank, der Förderbank des Landes, unterzeichnet, die Grundlage einer Auszahlung seien, heißt es weiter. Einige hätten ihre Projekte schon angemeldet, verwirklicht werden müssten sie bis zum Jahr 2042. Die Mittel würden nach einem Schlüssel verteilt, der die Einwohnerzahl und die Finanzkraft berücksichtige.„Die Kommunen erhalten das Geld unbürokratisch und sollen es für die Stärkung der Infrastruktur nutzen“, ist in der Pressemitteilung des Ministeriums weiter zu lesen. Erlaubt seien Investitionen in Gesundheit und Pflege, Mobilität, Wohnungs- und Städtebau, Digitales, Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur, technische Infrastruktur wie etwa die Kanalisation, Bevölkerungsschutz und Sportanlagen.