Spielstadt Mini MünchenDie große Stadt im Kleinen: Auch ein Arbeitsamt und Wahlkandidaten für das Rathaus gibt es in der Spielstadt Mini München (hier eine Szene aus dem Jahr 2024). Catherina HessEs dürfte nur wenige junge Erwachsene geben, die nicht ihre ersten beruflichen Erfahrungen hier gesammelt haben. Vom 3. bis 21. August öffnet die Spielstadt Mini München ihre Tore. Seit 1979 probieren alle zwei Jahre täglich bis zu 2000 Jungen und Mädchen zwischen neun und 15 Jahren im größten und kostenlosen Ferienprogramm der Stadt das fast reale Erwachsenen-Leben aus. Auch dieses Jahr treffen die Bürger und Bürgerinnen der Spielstadt und solche, die es werden wollen, auf dem Gelände des Cavalluna-Showpalasts in Fröttmaning aufeinander. Zwar fällt das Gelände in diesem Jahr aus Kostengründen ein wenig kleiner aus – doch erneut können Kinder und Jugendliche wieder dort arbeiten, studieren, Geld verdienen, bauen, Freunde und Freundinnen treffen, Politik machen und ins Kino gehen. Dort zeigt das Bildungsprogramm „Dok.education“ dieses Mal übrigens Werke junger Filmschaffender, darunter die Preisträger-Filme des Dokumentarfilmfestivals 2026.Ob nun Gastwirt, Richterin oder Müllwerker, bei allen Aktivitäten bleibt das Konzept immer gleich: Die Kinder entscheiden jeden Tag im Arbeitsamt aufs Neue, wo und als was sie arbeiten wollen, wechseln nach Belieben die Identitäten und Rollen. Aber sie können auch kündigen, wenn sie keine Lust mehr haben. Oberste Priorität ist für die Veranstalter vom Verein Kultur & Spielraum, „dass die Kinder selbst miteinander ins Geschäft kommen“, wie Mini-München-Erfinder Gerd Grüneisl es einmal im SZ-Interview formulierte. Was man sonst noch zum Besuch der Spielstadt wissen sollte, steht unter www.mini-muenchen.info.Große Show bei LilaluDer Münchner Sternekoch Tohru Nakamura kocht mit Kindern im Lilalu-Workshop „Cook Mal“. Gregor MahringerBewegung, Teamgeist, neue Kontakte und ebensolche Fähigkeiten stehen bei Lilalu, dem Ferienprogramm der Johanniter, im Fokus. Vom 3. August bis 12. September werden im Olympiapark Süd 25 verschiedene einwöchige Workshops von Airtrack bis Zirkuskunst sowie eintägige Angebote mit Ballsport und Kreativität angeboten. Die einwöchigen Workshops für Kinder und Jugendliche von vier bis 13 Jahren dauern durchgehend von Montag bis Samstag. Am letzten Tag zeigen die Nachwuchstalente, was sie die Woche über gelernt haben – bei den großen Shows im Zirkuszelt, oder, bei wenigen Workshops wie Fußball oder „Cook Mal“, beim Turnier beziehungsweise Büfett für die Eltern.Heuer neu sind die Workshops „Geräteturnen – Schwung, Kraft & Koordination“ sowie „Upside down – Partnerakrobatik & Handstandkunst“, in denen Sieben- bis 13-Jährige an Barren, Schwebebalken und Reck springen, schwingen und coole Tricks lernen oder sich kopfüber in die Welt der (Partner-)Akrobatik stürzen. Etwas Besonderes ist der Koch-Workshop „Cook Mal“: Hier kocht der Münchner Sternekoch und zweifache Vater Tohru Nakamura, der mit seinem Team kürzlich seinen dritten Michelin-Stern verteidigte, mit den Kindern.Generell gilt, wenn der Wunsch-Workshop bereits ausgebucht ist: Unbedingt auf die Warteliste setzen lassen. Bei entsprechender Nachfrage schalten die Johanniter weitere Plätze frei. Aktuelle Informationen zu den Kursen gibt es unter lilalu.de. Überdies können sich alle Familien wieder auf das Angebot „Umsonst & Draußen“ freuen, das sie vom 3. August bis 12. September ebenfalls im Olympiapark Süd mit Biergarten, Jonglage, Basteln, Hüpfburg, Spielzelt und Aktionen von Kooperationspartnern wie FC Bayern und Greenpeace erwartet.Kicken in der Münchner Fußball SchuleTricks, Torschüsse und Teamplay werden in den Feriencamps der Münchner Fußball Schule trainiert. Münchner Fußball SchuleDie drei- bis fünftägigen Feriencamps der von Volkswirt David Niedermeier und Sportwissenschaftler Michael Schuppke 1998 gegründeten Münchner Fußball Schule (MFS) ermöglichen es fußballbegeisterten Kindern, ihren Sport auch in der trainingsfreien Zeit auszuüben. Rund neunzig Partnervereine im Großraum München und in Augsburg vermieten der MFS ihre Plätze, in diesem Sommer kommen so 85 Feriencamps an 47 Standorten zustande. Kooperationspartner sind etwa Philipp Lahms Stammverein FT Gern, FC Teutonia in Schwabing oder Fortuna Unterhaching. Ziel ist die körperliche, taktische und technische Entwicklung der Kinder, die sich vor allem durch Spaß am Wettkampf, aber ohne den Druck des Gewinnenmüssens einstellen soll. Trainiert wird in kleinen Gruppen mit maximal zwölf Spielern, die auf allen Positionen zum Einsatz kommen – Torwart eingeschlossen. In diesem Sommer gibt es auch einen Kurs nur für Mädchen vom 24. bis 26. August beim FT Gern (www.muenchner-fussball-schule.de).Inspirieren lassen in MuseenKreativ austoben können sich Nachwuchskünstler im interkulturellen Ferienprogramm der Pinakothek der Moderne. Severin Schweiger - Das KraftbildZu einem interkulturellen Ferienprogramm lädt die Pinakothek der Moderne Kinder ab sechs Jahren ein. In sechs jeweils einwöchigen Kursen von 9 bis 17 Uhr können die jungen Besucher Kunstschätze entdecken, Originale erleben und sich kreativ austoben. Zum Abschluss jeder Woche wird eine eigene Ausstellung konzipiert. Derzeit sind allerdings nur noch die kostenlosen Plätze für Familien mit geringem Einkommen buchbar (www.pinakothek-der-moderne.de).„Wer hat die Macht im Bild?“, fragt ein kostenfreier Storytelling-Sommerworkshop in der Alten Pinakothek. Warum wirkt jemand auf einem Porträt mächtig, sympathisch, cool oder unnahbar? Ob Kunst aus früheren Zeiten, Film oder Social Media – überall kommen ähnliche Tricks und Strategien zum Einsatz. Und die können Kinder ab zehn Jahren gemeinsam mit der Filmemacherin und Medienpädagogin Hanna Hocker am 4. und 5. August sowie am 11. und 12. August von 10 bis 14.30 Uhr ausprobieren. Anmeldungen unter programm@pinakothek.de.In der Alten Pinakothek geht es im Workshop um die Frage „Wer hat die Macht im Bild?“. Severin Schweiger – Das Kraft BildEinen kostenfreien Ferienworkshop hat auch das Museum Brandhorst vom 3. bis 7. August jeweils von 10 bis 16 Uhr im Angebot: Die Teilnehmenden begegnen den Kunstwerken der Sammlung, erfahren mehr über die Arbeit der Kunstschaffenden und probieren selbst unterschiedliche Techniken aus – Malen, Zeichnen, Drucken und dreidimensionales Gestalten. Das Betreuerteam hilft den Nachwuchstalenten dabei, eigene Ideen umzusetzen und am Ende der Woche in einer kleinen Ausstellung zu zeigen. Bei Fragen zu dem Programm für Kinder von sechs bis zehn Jahren kann man sich an factory@museum-brandhorst.de wenden.In der Figurentheaterwerkstatt im Lenbachhaus wird die Geschichte eines Kunstwerks für die Bühne umgesetzt. Simone Gänsheimer/Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau MünchenWelche geheimen Geschichten verbergen sich hinter den Kunstwerken der Sammlung des Lenbachhauses sowie den aktuellen Ausstellungen „Shifting the silence. Die Stille verschieben“ und „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“? Wie sind die Werke entstanden und überhaupt ins Museum gelangt? Diese Geschichten werden in der Figurentheaterwerkstatt „Aus dem Rahmen gefallen … und auf der Bühne gelandet“ erforscht. Von 1. bis 9. August, jeweils 12 bis 17.30 Uhr oder von 11. bis 16. August, jeweils von 10 bis 17.30 Uhr ist jeder Projekttag einem anderen Werk gewidmet. Passend zu den Geschichten können die jungen Kreativen Stabfiguren bauen, Dekorationen malen und ein Theaterstück proben oder Videoclips inszenieren. Täglich um 17 Uhr werden die Ergebnisse im Garten des Lenbachhauses präsentiert. (www.lenbachhaus.de).Ein kreatives Feuerwerk zündet auch das von der Autorin und Sängerin Alexandra Helmig und dem Mixtvision-Verleger Sebastian Zembol gegründete gemeinnützige Kinderkunsthaus mit insgesamt 32 Ferien-Workshops für Kinder von sechs bis zwölf Jahren. Konzipiert hat sie das kunstpädagogische Team um Programmleiterin Judith Silbereisen. Künstler und Künstlerinnen wie Gabriele Münter, Durrell Bishop, Andy Warhol, Ambra Durante, Cy Twombly und Alexander Girard sollen die Kinder inspirieren. An vielen Tagen stehen Besuche in Museen an, im Anschluss werden mit Farbe, Kreide, Kohle, Holz, Pappe, Tusche, Webrahmen, Papier, Gips, Keramikmasse, Ton und Knete eigene Werke gestaltet.Eigene Perückenkreationen entstehen im Sommerferienworkshop „Haar–Macht–Lust“. KinderkunsthausIm Workshop „Haar–Macht–Lust“ am 6. August entstehen etwa im Anschluss an einen Streifzug in der gleichnamigen Ausstellung in der Kunsthalle im Atelier des Kinderkunsthauses fantasievolle Perücken. Oder die Teilnehmer begeben sich im Workshop „Dinosaurier“ am 10. August auf eine Zeitreise in das Paläontologische Museum; wieder zurück im Kinderkunsthaus erschaffen sie eigene Fossilien aus Keramikmasse und Gips. Die eintägigen Kurse finden vom 3. August bis 14. September von 10 bis 16 Uhr statt und sind buchbar unter www.kinderkunsthaus.de.Auf Erkundungstour durch das ehemalige Atelier des Künstlers Rupprecht Geiger wird schnell klar: Der Künstler liebte die Farbe Rot! „Ich seh’ Rot!“, lautet denn auch Devise der Fotokunst- und Collagewerkstatt für Kinder und Jugendliche von 9 bis 13 Jahren. Im Atelier, im Garten und in der näheren Umgebung gehen sie am 4. August mit den Digitalkameras auf Spurensuche und experimentieren mit lichtempfindlichem Solarpapier. Weitere Kurse wie die Kunst- und Style-Werkstatt „Neon gedruckt!“ gibt es am 3. August oder zum Thema „Die Sonne einfangen“ am 5. August: In der „Farbenküche“ werden eigene Neon-Farben aus Leuchtpigmenten hergestellt, mit denen die jungen Künstler großformatig auf Leinwand im schattigen Garten malen können. Informationen zu den Kursen von jeweils 10 bis 15 Uhr unter www.archiv-geiger.de.Als Ziel für einen kreativen Tagesausflug mit der ganzen Familie bietet sich in den Sommerferien das Franz Marc Museum in Kochel am See an: Kinder, aber auch Erwachsene, können drucken, malen, filzen, bauen, modellieren und mit Farben, Naturmaterialien, Licht und Formen experimentieren. Inspiriert von Franz Marc und der Kunst des Blauen Reiters entstehen eigene kleine und große Kunstwerke zum Mitnehmen – von wilden Farbexplosionen auf der Leinwand über Fantasietiere aus Ton bis hin zu Postkarten, Skulpturen und glitzernden Hinterglasbildwelten. Von 1. August bis 12. September wechseln die Kurse täglich: Hinterglasmalen steht beispielsweise am 11. August auf dem Programm, am 12. August Malen auf großen Leinwänden. Die Kurse finden wahlweise im hauseigenen „Blauraum“ statt, bei gutem Wetter geht es hinaus in den Museumspark. Die Anmeldung erfolgt online über das Portal des Isar-Loisachtaler Ferienpasses. Eine Anmeldung direkt über das Museum ist drei Tage vor Kursbeginn möglich, sofern noch Plätze frei sind (www.franz-marc-museum.de).Schmökern im ClubBestsellerautorin Sabine Bohlmann ist Türöffnerin beim Sommerferien-Leseclub der Münchner Stadtbibliothek. Stephan RumpfAm 28. Juli schließt auch der Sommerferien-Leseclub der Münchner Stadtbibliothek wieder seine Türen auf. Türöffnerin ist die Autorin Sabine Bohlmann, bekannt nicht nur für zahlreiche Geschichten, sondern auch als Synchronsprecherin etwa der Figur Lisa Simpson aus der TV-Serie „Die Simpsons“. Beim Sommerferien-Leseclub tritt Sabine Bohlmann am 3. August gleich zweimal auf: Um 11 Uhr trägt sie aus ihrer fürs Kino verfilmten Reihe „Ein Mädchen namens Willow“ in der Stadtbibliothek Maxvorstadt vor; um 15 Uhr liest sie aus ihrer Kinderbuchreihe „Frau Honig“ in der Stadtbibliothek Isarvorstadt (Eintritt frei). Die Club-Regeln sind denkbar einfach: Bücher lesen, vielleicht eine Bewertung schreiben, auf jeden Fall aber Stempel im Clubheft sammeln und damit beim Abschlussfest einen Preis gewinnen. Alle Informationen unter www.muenchner-stadtbibliothek.de.
München: Spannende Ferienangebote für Kinder und Jugendliche im Sommer 2026
Ferienangebote für Kinder und Jugendliche im Sommer 2026 – hier können auch Kurzentschlossene noch fündig werden.






