Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesRussland nimmt ukrainische Tankstellen ins Visier – Spritknappheit auf besetzter Krim entspannt sichEU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem KriegUkraine: Mindestens zehn Tote bei russischer Angriffswelle Von der Leyen: Raketeneinschlag in Polen inakzeptable Luftraum-Verletzung Macron verurteilt russischen Angriff auf Ukraine Erneut heftige russische Angriffe auf Kiew – neun ToteErneut hat Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit ballistischen Raketen angegriffen und dabei viele Menschen getötet und verletzt. Medienberichten zufolge wurden mindestens 9 Menschen getötet, 23 weitere verletzt, unter ihnen zwei Teenager. Der Bürgermeister der Millionenstadt, Vitali Klitschko, berichtete auf der Plattform Telegram, in mehreren Bezirken seien Wohnhäuser und Gewerbegebäude beschädigt worden sowie Autos in Brand geraten. Ein fünfstöckiges Wohnhaus sei durch herabstürzende Raketentrümmer beschädigt worden, in ihm seien Menschen eingeschlossen, schrieb Klitschko. Zuvor hatte er von Explosionen in der Stadt berichtet und mitgeteilt, Kiew werde mit ballistischen Raketen angegriffen. Die Menschen sollten in Schutzräumen bleiben. Erneut verbrachten viele Bewohner die Nacht in U-Bahnstationen oder im Freien. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst noch unklar.Bereits am Donnerstag standen Kiew und andere ukrainische Städte bei einem großangelegten Angriff im Visier Russlands. Landesweit kamen dabei ukrainischen Angaben zufolge mindestens zehn Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Auch die Stadt Lwiw (früher Lemberg) im Westen des Landes nahe der polnischen Grenze beklagte schwere Schäden. Ein Flugobjekt war dabei auch in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und abgestürzt. Nach Angaben der polnischen Regierung handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper. Russland nimmt ukrainische Tankstellen ins Visier – Spritknappheit auf besetzter Krim entspannt sichIn den vergangenen Wochen hat die Ukraine der russischen Ölindustrie mit Drohnenangriffen massiv zugesetzt. Aus diesem Grund wurde beispielsweise auf der besetzten Halbinsel Krim das Benzin knapp, viele russische Zivilisten verließen die Krim daraufhin.Aktuell scheint sich die Lage auf der Halbinsel wieder zu entspannen. Die Besatzungsbehörden stellten Karten bereit, die Dutzende Tankstellen mit verfügbarem Benzin und Diesel zeigen. In der größten Stadt Sewastopol geben Tankstellen – je nach Kraftstoffart – aber weiter nur maximal 20 oder 40 Liter an die Autofahrer ab. Mehrere Sorten waren zudem nur mit Bezugsscheinen erhältlich. Die Preise sind dabei Medienberichten zufolge dreimal so hoch wie in Moskau. Zeitgleich berichtet CNN, dass Russland gerade vermehrt und gezielt Tankstellen in der Ukraine mit Drohnen attackiert. „Die Ausweitung der russischen Angriffe auf zivile Ziele erfolgt zu einem Zeitpunkt, zu dem westliche Politiker vor einer möglichen Eskalation durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin warnen – als Reaktion auf die Folgen der von Kiew durchgeführten Langstrecken-Drohnenangriffe auf die russische Industrieinfrastruktur“, heißt es in dem Bericht. Lorenz ZeckUkraine schickt Feuerwehrleute und Spezialfahrzeuge nach FrankreichPräsident Wolodimir Selenskij hat zur Bekämpfung der Waldbrände in Frankreich ukrainische Rettungskräfte geschickt. Das ukrainische Nachrichtenportal UNN berichtet von 70 Rettungskräften und 15 Spezialfahrzeugen. Die Ukraine sei zudem bereit, dem staatlichen Katastrophenschutz bei Bedarf Luftunterstützung zur Verfügung zu stellen. Lorenz ZeckPolen bestellt russischen Botschafter einNach dem Einschlag einer russischen Rakete auf polnischem Territorium bestellt das polnische Außenministerium den russischen Botschafter ein. Das teilt Ministerpräsident Donald Tusk in einem Post auf der Plattform X mit.Lorenz ZeckLuzia GeierUkraine dringt auf Raketenlieferung - Trump zögert bei "Patriot"-LizenzDie Ukraine hat vor dem nahenden Winter auf eine rasche Stärkung ihrer Luftverteidigung gedrungen und ist nun beim erhofften Lizenzbau von US-Raketen auf Hürden gestoßen. Die Regierung in Kiew verhandele mit dem US-Verteidigungsministerium über die Erlaubnis, Patriot-Abfangraketen selbst zu produzieren, sagte die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna. Dieser Prozess könne jedoch ein bis fünf Jahre dauern. Einem Bericht der Financial Times zufolge ist sich US-Präsident Donald Trump nicht sicher, ob er dem zustimmen werde. „Es ist eine sehr außergewöhnliche Waffe, und wir müssen ein wenig vorsichtig sein, an wen wir Lizenzen vergeben“, zitierte die Zeitung den Präsidenten aus einem Telefonat.„Die verheerenden Auswirkungen jedes nächtlichen Angriffs sind derzeit unglaublich. Letzte Nacht und in der Nacht davor waren es 30 bis 40 ballistische Raketen.“Botschafterin Olha StefanischynaStefanischyna betonte, die Ukraine brauche die Raketen dringend, um sich gegen die zunehmenden russischen Angriffe zu schützen. Vertreter des Patriot-Herstellers Raytheon Co. seien bereits in der Ukraine gewesen, und Lockheed Martin Corp. , das die PAC-3-Abfangraketen für das Luftabwehrsystem herstellt, arbeite daran, ebenfalls ein Expertenteam in das Land zu entsenden, erklärte die Botschafterin. Parallel zu den Rüstungsfragen laufen diplomatische Bemühungen zur Beendigung des Krieges. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hatte Trump am Dienstag im Weißen Haus getroffen. Dabei wiederholte er nach Angaben der Botschafterin sein Angebot, die Kämpfe an den aktuellen Frontlinien einzufrieren und dies als Ausgangspunkt für Verhandlungen zu nutzen. In diesem Zusammenhang kündigte Trump dem Zeitungsbericht zufolge an, dass seine Sondergesandten Jared Kushner und Steve Witkoff in den kommenden Tagen erstmals in die Ukraine reisen würden. Ein genaues Datum stehe noch nicht fest, der Besuch könnte aber bereits in der nächsten Woche stattfinden, erklärte Stefanischyna. Luzia GeierEnergieanlage in russischer Region Wolgograd brennt nach DrohnenangriffIn der russischen Region Wolgograd brennen nach einem Drohnenangriff eine Energieanlage und mehrere Lagerhallen. Dies teilte der regionale Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Fünf Menschen benötigten medizinische Hilfe, erklärte er weiter. Auch das ukrainische Militär meldete den Angriff und Brand auf Telegram. In der Region befindet sich eine Ölraffinerie des Konzerns Lukoil. Die Anlage habe eine Kapazität von rund 15 Millionen Tonnen Öl pro Jahr.Luzia GeierRumänien lässt wegen Flugkörpern an ukrainischer Grenze Kampfjets aufsteigenDas Nato- und EU-Mitglied Rumänien lässt nach der Entdeckung von Flugkörpern nahe der Grenze zur Ukraine zwei Kampfjets aufsteigen. Die Ziele seien im Bereich der Flussgrenze geortet worden, teilte das Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Im grenznahen Bezirk Tulcea sei zudem die Bevölkerung gewarnt worden.Ukrainische Häfen blockiert – Export von Eisenerz stockt Wichtige Eisenerz-Exporteure der Ukraine müssen wegen der Blockade der Schwarzmeerhäfen vorübergehend den Betrieb einschränken. Der Chef des Bergbaukombinats Poltawa, Viktor Lotous, kündigte Medienberichten zufolge im Parlament einen Stillstand der Förderung von 10 bis 20 Tagen an. Drei von vier Schiffen mit Eisenerzkonzentrat könnten nicht auslaufen. Überdies sei eins der Schiffe von einer russischen Drohne beschädigt worden, dabei sei ein Matrose ums Leben gekommen. Auch das große Bergbaukombinat von Krywyj Rih hat wegen der russischen Angriffe auf die ukrainischen Häfen die Eisenerzförderung in seinem Tagebau eingeschränkt.Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen mit Drohnenangriffen den russischen Schiffsverkehr auf dem Asowschen Meer und dem Schwarzen Meer weitgehend zum Erliegen gebracht. Deshalb hat Russland seine Angriffe auf die ukrainischen Häfen an der Schwarzmeerküste wieder verstärkt. Der Verkehr dorthin war seit 2023 zwar riskant, er funktionierte aber. Die Ukraine konnte Getreide, Dünger, Eisenerz und andere Güter ausführen. Derzeit wagen ausländische Schiffe es nicht, Odessa und andere Häfen anzulaufen. Lorenz ZeckEU erschwert ukrainischen Männern die Flucht vor dem KriegWehrfähige Ukrainer profitieren in Deutschland und anderen Mitgliedsländern künftig nicht mehr von vereinfachten Aufnahmeregeln. Das sagte ein Sprecher nach einem entsprechenden Beschluss des Rates der Mitgliedstaaten. Die Verordnung wird demnach in Kürze im EU-Amtsblatt veröffentlicht, einen Tag später treten die neuen Regeln in Kraft. Fast 4,4 Millionen Menschen aus der Ukraine haben bisher in der Europäischen Union Schutz gefunden. Künftig sollen nur noch diejenigen von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren, die ihren Wehrdienst in der Ukraine geleistet haben oder freigestellt sind. Wer in der Ukraine wegen des Krieges hingegen einem Ausreiseverbot unterliegt, soll es in der EU deutlich schwerer haben, Schutz zu bekommen. Die neuen Regeln sollen nur bei Männern Anwendung finden, die neu in die EU kommen. Wer schon einen Schutzstatus in der EU bekommen hat, verliert ihn nicht.Hintergrund der Änderung ist, dass die Ukraine weiter dringend Soldaten braucht. Nach Angaben von Präsident Wolodimir Selenskij mobilisiert die Ukraine monatlich bis zu 34 000 Mann. Wegen der hohen Zahl von Fahnenflüchtigen kann die Armee ihre Verluste damit jedoch kaum ausgleichen. Der ehemalige Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hatte in seiner Amtszeit gesagt, dass nach mehr als zwei Millionen Wehrpflichtigen gefahndet werde.In der Ukraine stoßen Rekrutierungskommandos der Armee häufig auf Widerstand. Zwangsrekrutierte werden in gefängnisartigen Einrichtungen festgehalten. Der Menschenrechtsbeauftragte des ukrainischen Parlaments, Dmytro Lubinez, berichtet regelmäßig über Todesfälle im Rahmen von Zwangsrekrutierungen. Ein kürzlicher Pressebericht deckte Fälle von Prügel, Folter und Quälereien rekrutierter Männer in einer Einheit auf.Lorenz ZeckErneut ukrainische Angriffe auf russische TankerDas ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben vier russische Tanker im Schwarzen und im Asowschen Meer angegriffen. Die Tanker seien getroffen worden, teilte der Kommandeur der Drohnen-Einheiten, Robert Browdi, auf Telegram mit. Bei einem Drohnenangriff im Hafen der Stadt Taman im Kreis Krasnodar gab es nach Behördenangaben Verletzte. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von 258 ukrainischen Drohnen, die Flugabwehr sei in der Nacht in zahlreichen Regionen des Landes im Einsatz gewesen. Luzia GeierUkraine: Mindestens zehn Tote bei russischer Angriffswelle Die Ukraine ist in der Nacht wieder zur Zielscheibe einer massiven Angriffswelle des russischen Militärs geworden, die selbst Städte im weit von der Grenze entfernten Westen des Landes getroffen hat. Dabei kamen laut Behörden zehn Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Russland habe mehr als 70 Marschflugkörper und ballistische Raketen eingesetzt, teilte Präsident Wolodimir Selenskij in den sozialen Netzwerken mit. „Hinzu kamen über 280 Angriffsdrohnen. Mehr als 260 Drohnen konnten zerstört werden“, sagte er. Mit der Angriffswelle wollte Russland laut ukrainischen Medien die Flugabwehr überlasten. Selenskij verwies erneut auf den Mangel an Patriot-Raketen.Laut den Medien wurde praktisch im ganzen Land Luftalarm ausgelöst. In der Stadt Krywyj Rih wurde nach einem Bericht des Kyiv Independent das Wohnhaus einer Großfamilie von einer Rakete getroffen. Allein dort habe es sechs Tote gegeben, darunter zwei Kinder im Alter von fünf und zwölf Jahren, sowie acht Verletzte. Aus der Hauptstadt Kiew und dem Gebiet Poltawa wurden zwei Todesopfer und ebenfalls zahlreiche Verletzte gemeldet. In Kiew wurden den Angaben zufolge mehrere Gebäude getroffen, teils wohl von herabstürzenden Trümmern. Reporter sprachen von mehreren Explosionswellen im Laufe der Nacht. In Cherson im Süden der Ukraine traf laut Behörden eine Drohne ein Auto. Ein Mann und eine Frau starben demnach. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. In zwei großen Wohnblöcken in Lwiw unweit der polnischen Grenze seien nach Raketentreffern Brände ausgebrochen, hieß es in Berichten. Fotos zeigten riesige Löcher, die in den Gebäuden klafften – und Rettungskräfte, die unter Trümmern nach Überlebenden suchen. Nach Angaben der Stadt gab es in Lwiw 30 Verletzte. Das benachbarte Polen ließ als Reaktion auf die Angriffswelle Kampfjets aufsteigen, um seinen Luftraum zu sichern. Die polnischen Streitkräfte sprachen von einer Vorsichtsmaßnahme.Von der Leyen: Raketeneinschlag in Polen inakzeptable Luftraum-Verletzung EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat den Einschlag einer mutmaßlich russischen Rakete in Polen während neuer Luftangriffe auf die Ukraine als inakzeptable Verletzung des Luftraums der Europäischen Union verurteilt. Um dem ein Ende zu setzen, helfe die EU der Ukraine auf jede erdenkliche Weise, diesen Krieg zu gewinnen, schrieb von der Leyen auf der Online-Plattform X. Zudem baue die EU eine robuste europäische Sicherheitsarchitektur an Land, auf See und in der Luft auf.Macron verurteilt russischen Angriff auf Ukraine Der französische Präsident Emmanuel Macron verurteilt die massiven Angriffe Russlands auf die Ukraine und die Verletzung des polnischen Luftraums auf das Schärfste. „Unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Verbündeten ist unerschütterlich“, erklärte er zudem auf der Online-Plattform X. Sein Beitrag ist auch an den ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskyi und den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk gerichtet. In Polen ist Tusk zufolge vermutlich eine russische ballistische Rakete vom Typ Kh-101 niedergegangen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Erneut heftige russische Angriffe auf Kiew – neun Tote
In Kiew gab es erneut schwere Angriffe mit neun Todesopfern. Ein mehrstöckiges Wohnhaus soll eingestürzt sein, Autos brennen.











