PfadnavigationHomePanoramaStarke Gewitter28-Jähriger wird unter Baum begraben – Lage in Kurort „sehr unübersichtlich“Stand: 00:33 UhrLesedauer: 4 MinutenEinssatzkräfte im Bereich der Felsenbühne Rathen – in dem Kurort ist ein Mensch gestorbenQuelle: Jonas Schubert/xcitepress/dpaEin Baum stürzt wegen eines schweren Unwetters in Rathen um und erschlägt einen Mann. Es gibt in dem sächsischen Kurort zudem mehrere Schwerverletzte. In Hamburg und Stuttgart ist die Feuerwehr im Dauereinsatz.Ein Toter, drei Schwerverletzte und zehn weitere Verletzte: Ein Unwetter kracht mitten in den kleinen Kurort Rathen in der Sächsischen Schweiz. Ein Baum begräbt nach Angaben der Rettungsleitstelle Dresden einen 28-jährigen Mann unter sich. Zehn Menschen seien ambulant versorgt und 40 Menschen seien evakuiert worden. Die Lage ist unübersichtlich.Ein massiver Windbruch am Amselsee und der Felsenschlucht Schwedenlöcher nahe der Bastei sorgte laut der Leitstelle dafür, dass Bäume umstürzten. Das Unglück ereignete sich nahe der Felsenbühne.Zunächst wurde nach Vermissten gesucht. Die Einsatzkräfte vermuteten, dass Menschen von Bäumen eingeschlossen waren. Das Gelände dort ist felsig. „Es ist vor Ort sehr unübersichtlich“, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Dunkelheit erschwerte die Arbeit der Einsatzkräfte. Ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera war in der Luft.Sprecher der Bergwacht: „Sehr starke Unwetterzelle“Die Bergwacht war im Einsatz und suchte mit einem Drohnenteam des Deutschen Roten Kreuzes nach Menschen. „Es scheint eine sehr lokal begrenzte und sehr starke Unwetterzelle gewesen zu sein“, sagte der Sprecher der Bergwacht, Kai Kranich. Zuvor berichtete die „Bild“-Zeitung darüber. Kranich sagte, er habe den Eindruck, als seien ein Teil des Hanges abgestürzt und mehrere Bäume ins Tal gestürzt.Der Luftkurort Rathen – beliebt bei Urlaubern und Ausflüglern – liegt direkt an der Elbe, nahe der bekannten Felsenformation Bastei. Die Felsenbühne hat Platz für rund 2000 Zuschauer. Sie zählt zu den größten Freilichttheatern Sachsens. Der Leiter des Spielbetriebs, Johannes Gärtner, sagte die kommenden Vorstellungen ab. „Ich habe den Spielbetrieb bis Montag abgesagt“, sagte Gärtner der Deutschen Presse-Agentur. Zwei Menschen seien auf einem Zugangsweg zur Bühne leicht verletzt worden. Das Ensemble sei wohlauf. Die Schäden, die das Unwetter an der Bühne verursacht habe, würden noch geprüft.Lesen Sie auchDer Deutsche Wetterdienst hatte für weite Teile Sachsens vor starken Gewittern gewarnt. Dabei könne es unter anderem zu Blitzschlag kommen, es könnten Bäume umstürzen und Gegenstände herabfallen. Die Warnung galt auch für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, in dem Rathen liegt.Fast 100 Feuerwehreinsätze in HamburgDie Hamburger Feuerwehr ist am Freitagabend fast 100 Mal ausgerückt. Ein Mitarbeiter des Feuerwehr-Lagezentrums zählte 85 Einsätze zwischen 18.30 und 21.00 Uhr, die mit Wasser zu tun hatten. Zwölf weitere fasste er unter dem Stichwort „droht zu fallen“ zusammen, damit gemeint waren etwa Zäune oder Dachziegel. Verletzte habe es nicht gegeben. Die vielen Einsätze seien gut händelbar gewesen.Es gebe Einsätze „nahezu im Minutentakt“, hatte früher am Abend ein Sprecher gesagt. Es seien aber ausreichend Kapazitäten vorhanden, um das Aufkommen zu bewältigen. Besonders betroffen waren ihm zufolge Randgebiete im Süden und Norden der Stadt. Am Abend ist ein schweres Gewitter über Hamburg gezogen. Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Unwetterwarnung veröffentlicht.In Stuttgart hat ein Gewitter eine Reihe von Bäumen zu Sturz gebracht. „Bäume fielen auf Pkw, auf Stromleitungen oder auf Straßen“, sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Zudem seien Unterführungen überflutet worden. Es gebe etwa 50 Einsätze – diese würden nach Dringlichkeit priorisiert und abgearbeitet. Über 120 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr waren mit der Beseitigung von Unwetterschäden im gesamten Stadtgebiet befasst – auch noch um Mitternacht. Verletzte gebe es nach aktuellem Stand nicht, sagte der Sprecher.Das Unwetter traf die Landeshauptstadt gegen 20.20 Uhr. „Über das gesamte Stadtgebiet verteilt kam es zu zahlreichen wetterbedingten Einsatzstellen. Dabei handelte es sich insbesondere um Sturmschäden“, teilte die Feuerwehr in ihrer Bilanz gegen Mitternacht mit. Ein Baum fiel so auf die Straße, dass auch die Stadtbahnschienen betroffen waren und es zu Unterbrechungen kam. Die Straße war mehrere Stunden gesperrt. Ein Baum riss eine Stromleitung ab. Mehrere umgestürzte Bäume versperrten die Zufahrt zu einem Klinikgelände.Der Deutsche Wetterdienst hatte für Freitag kräftige Niederschläge sowie Sturmböen für Baden-Württemberg prognostiziert. Örtlich seien Gewitter mit schweren Sturmböen bis 100 Kilometern pro Stunde möglich, Hagel mit Korngrößen um zwei Zentimeter und Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter, vereinzelt auch bis 40 Liter.Warnungen gab es auch für Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Sachsen-Anhalt seien Magdeburg, Halle, Dessau-Roßlau sowie der Burgenlandkreis, der Altmarkkreis Salzwedel und die Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Börde, Stendal, Harz, Mansfeld-Südharz, Wittenberg, Jerichower Land, der Saalekreis und der Kreis Salzlandkreis betroffen.In Thüringen gehe es um den Ilm-Kreis, den Saale-Orla-Kreis, den Kyffhäuserkreis, den Saale-Holzland-Kreis, die Landkreise Altenburger Land, Sömmerda, Sonneberg, Greiz, Saalfeld-Rudolstadt, Weimarer Land, Nordhausen, Weimarer Land und die Städte Gera, Jena und Weimar.dpa/lay/luwi
Rathen: 28-Jähriger wird unter Baum begraben – Lage in Kurort „sehr unübersichtlich“ - WELT
Ein Baum stürzt wegen eines schweren Unwetters in Rathen um und erschlägt einen Mann. Es gibt in dem sächsischen Kurort zudem mehrere Schwerverletzte. In Hamburg und Stuttgart ist die Feuerwehr im Dauereinsatz.












