Eine Ära gehe zu Ende hieß es 1997, als Achim Exner aus dem Amt geschieden ist. Seine Beliebtheitswerte lägen immer noch bei 70 bis 80 Prozent. Selbst seine Gegner bescheinigten dem Sozialdemokraten zu seinem Abschied, dass er „gut für Wiesbaden“ gewesen sei. Auch danach ließ er die Kommunalpolitik bis zuletzt nicht unkommentiert. Am Donnerstagabend ist der langjährige Oberbürgermeister Achim Exner im Alter von 81 Jahren gestorben. Zwölf Jahre lang stand er an der Spitze der Verwaltung, nachdem er 1985 gewählt worden war. Zuvor war er drei Jahre lang Sozialdezernent gewesen.Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) würdigte den Verstorbenen als „herausragenden Ideengeber und außergewöhnlich bürgernahen Politiker“. Mit seiner Zugewandtheit, Entschlossenheit und sozialem Engagement habe er das Vertrauen und die Wertschätzung vieler Menschen gewonnen. „Er war immer ein bürgernaher und pragmatischer Oberbürgermeister, der parteiübergreifend geschätzt wurde“, so Bürgermeisterin Christiane Hinninger (Die Grünen).In ganz Deutschland wurde Exner 1991 bekannt, als er nach der Geburt seiner Tochter direkt nach der Wiederwahl als Oberbürgermeister in Erziehungsurlaub ging. Er gehörte zu den Begründern der Städtepartnerschaften mit seiner Geburtsstadt Breslau, dem heutigen Wroclaw, und der Stadt Görlitz, die ihn 2000 zum Ehrenbürger machte. Nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Kommunalpolitik bot Exner in seinem „Rat-Haus“ in Biebrich Bürgerinnen und Bürgern mit Problemen eine Anlaufstelle.