Friedensankündigungen von Donald Trump sind mit Vorsicht zu behandeln. Zugleich sollte man sich vor einem Totalzynismus hüten, der bei den verfahrenen Konflikten unserer Zeit überhaupt keinen Fortschritt für möglich hält, schon gar nicht im Nahen Osten. Im vergangenen Herbst hat der US-Präsident tatsächlich eine unvollkommene, aber bis heute immerhin nicht komplett zusammengebrochene Waffenruhe im Gazastreifen erreicht und für die Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln gesorgt. Was also ist von Trumps gestriger Erklärung zu halten, es gebe jetzt »eine historische Vereinbarung zur vollständigen Entwaffnung der Hamas und aller anderen bewaffneten Gruppen in Gaza«?