Deutschland und die EU seien dazu verpflichtet, die Einwanderer in Ceuta zu versorgen und Schutzsuchende aufzunehmen, findet Linken-Fraktionsvize Clara Bünger. Innenminister Dobrindt und Kanzler Merz sind anderer Meinung.

31.07.2026, 18.13 Uhr

Clara Bünger (Die Linke) im Bundestag (Archivbild)

Deutschland soll Spanien nicht allein lassen und Einwanderer aus der Exklave Ceuta aufnehmen, fordert Die Linke. »Was in Ceuta passiert, ist keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen«, erklärte Fraktionsvize Clara Bünger. »Menschen fliehen vor Krieg, Armut und Klimakrise. Höhere Mauern halten sie nicht auf, sie machen die Flucht nur tödlicher. Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt«, erläuterte Bünger. Die Menschen müssten medizinisch, mit Wasser und einem sicheren Ort versorgt werden.

»Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen«, sagte die Fraktionsvize. »Wer glaubte, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irrt«, erklärte Bünger. Sie ist innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag. Solange es keine sicheren und legalen Wege gibt, würden Menschen weiter in Lebensgefahr getrieben werden.