Bremerhavens Stadtverordnete hatten Martin Günthner im Mai zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat klagt dagegen. Und klagt. Und klagt.

Dem unterlegenen Gegenkandidaten des neuen Oberbürgermeisters in Bremerhaven möchte man zurufen: Ach Mesch, ärgere Dich nicht

Hendrik Schmidt/dpa

Gerrit Mesch beschwert sich, und zwar jetzt beim Oberverwaltungsgericht der Freien Hansestadt Bremen. Das bestätigt er der taz auf Nachfrage. Und solange das nicht entschieden hat, muss auch sein Konkurrent, der amtierende Sozialstadtrat Martin Günthner (SPD), auf die Ernennungsurkunde zum Oberbürgermeister von Bremerhaven warten.

Mit der Beschwerde reagiert der parteilose Rechtsanwalt mit eigener Kanzlei inmitten der Maisfelder von Uplengen, Ostfriesland, auf eine Entscheidung des Bremer Verwaltungsgerichts. Das hatte am 23. Juli mit einer fürs Eilverfahren doch ungewöhnlich substanziellen Begründung Meschs Antrag abgelehnt, die Neubesetzung des Postens an der Spitze der Stadtregierung zu stoppen. Die ist vakant, weil der bisherige Amtsinhaber Melf Grantz (SPD) aus gesundheitlichen Gründen mit Wirkung zum 30. Juni zurückgetreten war.