PfadnavigationHomePanoramaGewaltfall in SoestFrau soll monatelang wie „Sklavin“ misshandelt worden sein – vier Männer angeklagtStand: 15:24 UhrLesedauer: 3 MinutenIm Herbst beginnt vor dem Landgericht Arnsberg ein Prozess wegen schwerer Gewalt- und SexualdelikteQuelle: Alex Talash/dpaNach einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen in Soest hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Männer erhoben. Die Frau soll über Monate hinweg festgehalten und vergewaltigt worden sein. Der Prozess startet im Oktober.Eine Frau soll in einem Wohnhaus in Soest in Westfalen über Monate hinweg immer wieder gequält, erniedrigt, misshandelt und vergewaltigt worden sein. Gegen vier männliche Personen sei Anklage wegen „diverser Delikte zulasten einer Frau“ erhoben worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Arnsberg auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.Genauere Angaben zu den angeklagten Personen und Tatvorwürfen machte die Anklagebehörde nicht und verwies auf das zuständige Landgericht, an dem der Strafprozess anstehe.Medien berichten über das „Soester Horrorhaus“Der „Soester Anzeiger“ und der WDR hatten zuvor über das Martyrium einer Frau berichtet, das sich 2025 über Monate hingezogen habe. Ein Anwohner habe die Frau am 3. November vergangenen Jahres spätabends halb nackt und gefesselt auf der Terrasse des Nachbar-Reihenhauses gesehen und die Polizei per Notruf alarmiert. Sie sei zu dem Zeitpunkt nicht mehr bei klarem Bewusstsein gewesen und monatelang im Krankenhaus behandelt worden.Lesen Sie auchGegen vier Personen beginnt am 12. Oktober der Strafprozess. Es seien zwölf Verhandlungstage angesetzt, teilte das Landgericht Arnsberg auf Anfrage mit. Die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus Justizkreisen, dass es unter anderem um gefährliche Körperverletzung, gemeinschaftliche Körperverletzung, Vergewaltigung, Nötigung und Freiheitsberaubung geht, die den vier Angeklagten „in unterschiedlicher Beteiligung“ vorgeworfen werden. Zwei Männer sitzen laut Gericht in Untersuchungshaft. Bei den beiden anderen Anklagten handele es sich um Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren.Lesen Sie auchBei dem Hauptverdächtigen handele es sich um einen 29-Jährigen, hieß es weiter aus Justizkreisen. Zu den Nationalitäten aller Tatverdächtigen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Nach Angaben aus Justizkreisen handelt es sich bei dem Opfer um eine 33-jährige Frau. Lesen Sie auchDer „Sauerlandkurier“ zitiert Ermittlerkreise mit den Worten: „Die Frau wurde gehalten wie eine Sklavin im Keller.“ Weiter heißt es dort: „Mit ihr wurde alles gemacht, was man sich vorstellen kann – und noch viel mehr, bis zur dauerhaften Entstellung.“ Dem Bericht nach wurde die Frau der Obdachlosenszene zugerechnet. Sie habe das Haus zeitweise zwar verlassen dürfen, sei aber immer wieder zurückgekehrt, weil ihre Abhängigkeit zu groß gewesen sei.Nach Einschätzung der Ermittler dürfte der Notruf des Nachbarn der Frau das Leben gerettet haben. „Sie hätte die Nacht sonst wohl nicht überlebt“, zitiert der Bericht Ermittlerkreise.Das Haus, in dem es zu den Taten gekommen sein soll, liegt in einer Reihenhaussiedlung. Laut einem dpa-Reporter wirkt es unauffällig und steht leer. Einsatzkräfte sind nicht mehr vor Ort. Nur ein Polizeisiegel an einem Fenster weist darauf hin, dass man es mit einem mutmaßlichen Tatort zu tun hat. Aus der Nachbarschaft möchte sich niemand äußern.dpa/ceb
Horror in Soest, NRW: Frau soll monatelang wie „Sklavin“ misshandelt worden sein – vier Männer angeklagt - WELT
Nach einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen in Soest hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen vier Männer erhoben. Die Frau soll über Monate hinweg festgehalten und vergewaltigt worden sein. Der Prozess startet im Oktober.










