PfadnavigationHomeRegionalesNiedersachsen & BremenEmden, AurichMesserangriff in Emden: Gericht ordnet Psychiatrie anStand: 14:37 UhrDas Landgericht hat über die psychiatrische Unterbringung des Angreifers entschieden. (Symbolbild)Quelle: Sina Schuldt/dpaEmden/Aurich. Nach dem Messerangriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter der Stadtverwaltung in Emden wird der 54 Jahre alte Angreifer dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich bereits am 9. Juli angeordnet, wie das Gericht mitteilte. Eine strafrechtliche Verurteilung erfolgte nicht, weil der Mann nach Auffassung des Gerichts zur Tatzeit schuldunfähig war. Die Kammer geht davon aus, dass er an paranoider Schizophrenie leidet. Nach Einschätzung des Gerichts besteht wegen der schweren psychischen Erkrankung die Gefahr weiterer erheblicher Straftaten, wenn der Mann nicht langfristig behandelt wird.Der 54-Jährige hatte Mitte Januar trotz eines bestehenden Hausverbots in einem Verwaltungsgebäude der Stadt die Auszahlung einer vermeintlichen Rente für seine Rückkehr nach Nigeria gefordert. Im Eingangsbereich griff er anschließend einen Sicherheitsmitarbeiter mit einem 13 Zentimeter langen Küchenmesser an und stach laut Gericht mehrfach gezielt auf ihn ein. Die Sicherheitskraft konnte den Angriff abwehren, erlitt dabei jedoch Schnittverletzungen an der Hand. Die Polizei nahm den Mann wenig später fest. Bereits wenige Tage zuvor soll der 54-Jährige seinen ehemaligen Vermieter mit einem Messer bedroht und die Reifen eines Fahrzeugs zerstochen haben. Auch in diesem Fall ging das Gericht von Schuldunfähigkeit infolge seiner psychischen Erkrankung aus.