PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätEmdenNigerianer muss nach Messerangriff auf Sicherheitsmann dauerhaft in die PsychiatrieStand: 18:07 UhrLesedauer: 2 MinutenDas Rathaus in EmdenQuelle: Hauke-Christian Dittrich/dpaMit einem Messer attackierte ein Nigerianer im Januar einen Sicherheitsmann in der Stadtverwaltung von Emden. Er hatte auf dem Amt Hausverbot, forderte dennoch die Zahlung einer Rente. Nun muss er dauerhaft in die Psychiatrie.Nach dem Messerangriff auf einen Sicherheitsmitarbeiter der Stadtverwaltung in Emden wird ein Nigerianer dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das ordnete die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich bereits am 9. Juli an, wie das Gericht nun mitteilte.Das Gericht nimmt an, dass der 54-Jährige unter einer paranoiden Schizophrenie leidet. Er war daher laut der Kammer zur Tatzeit schuldunfähig. Strafrechtlich wurde der Mann nicht verurteilt.Wegen der schweren psychischen Erkrankung des Mannes und der davon ausgehenden Gefährlichkeit, besteht nach Einschätzung des Gerichts die Gefahr, dass „weitere erhebliche Straftaten“ von dem 54-Jährigen ausgehen könnten, sollte er nicht langfristig behandelt werden.Nigerianer forderte Auszahlung einer Rente für Rückkehr nach NigeriaDer 54-Jährige hatte Mitte Januar in einem Verwaltungsgebäude der Stadt einen Sicherheitsmitarbeiter angegriffen und leicht an der Hand verletzt. Laut Staatsanwaltschaft war es zuvor zu einer Auseinandersetzung gekommen, zu der der Mitarbeiter gerufen wurde. Der Nigerianer hatte nach Angaben des Gerichts zuvor trotz eines bestehenden Hausverbotes die Auszahlung einer vermeintlichen Rente für seine Rückkehr nach Nigeria gefordert.Lesen Sie auchIm Eingangsbereich des Gebäudes stach er laut Gericht dann mit einem 13 Zentimeter langen Küchenmesser „mehrfach gezielt“ auf den Sicherheitsmitarbeiter ein. Die Sicherheitskraft konnte den laut der Kammer lebensgefährlichen Angriff abwehren, erlitt dabei aber Schnittverletzungen an der Hand. Die Polizei nahm ihn wenig später fest.Lesen Sie auchWenige Tage zuvor hatte der 54-Jährige zudem seinen ehemaligen Vermieter mit einem Messer bedroht und Reifen eines Fahrzeuges zerstochen. Auch hier nahm die Kammer eine Schulunfähigkeit infolge der psychischen Erkrankung des Mannes an.dpa/sebe