Fifa-Präsident Gianni Infantino: Der Weltverband will an seinem geplanten Investorenmodell festhalten – wie lang noch?
Was ist passiert?Der Weltverband Fifa hatte die Fußballwelt in Aufruhr versetzt, weil er Anteile an der WM verkaufen möchte. Darüber berichteten am Dienstag die »Times« , der »Telegraph« und die »Financial Times« . Die Pläne von Fifa-Boss Gianni Infantino sehen vor, eine neue Tochtergesellschaft zu gründen, die künftig die Rechte an der Austragung von Turnieren wie der WM und der Club-WM halten soll. Investoren sollten Minderheitenrechte an der neuen Firma erwerben können. Allein in diesem Jahr hätte das 4,2 Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro) in die Kassen spülen sollen (mehr dazu hier ).
Infantino hatte allen 221 Fifa-Mitgliedern eine Einmalzahlung in Höhe von 20 Millionen Dollar (umgerechnet 17 Millionen Euro) und weitere Fördermittel in Aussicht gestellt – allerdings nur, wenn die Verbände seine Pläne absegnen.Wie reagiert die Uefa?Entsetzt. Der europäische Fußballverband hat sich einstimmig für einen Boykott aller Fifa-Turniere ausgesprochen, sollte Infantino tatsächlich WM-Anteile an Investoren verkaufen. Auf einer Dringlichkeitssitzung der Uefa stimmten alle 55 Vertreter für einen solchen Beschluss. Es ist ein beispielloser Vorgang im Weltfußball – und ein Rückschlag für die Fifa: Eine WM 2030 ohne den Weltmeister und Gastgeber Spanien, ohne den Co-Gastgeber Portugal, ohne Frankreich und England, ja, auch ohne Deutschland, wäre für Geldgeber uninteressant.










