Saudi-Arabien hat ein neues Bündnis zur maritimen Verteidigung gegründet, um die Schifffahrt rund um die strategisch wichtige Straße von Bab al-Mandab zu sichern. Das Verteidigungsministerium in Riad teilte am Donnerstag mit, der Schritt ziele darauf ab, »die maritime Sicherheit zu erhöhen, die Freiheit der Schifffahrt zu wahren, internationale Handelsrouten und Energieversorgungswege zu sichern sowie gemeinsame maritime Interessen in der Meerenge von Bab al-Mandab, im Roten Meer und im Golf von Aden zu schützen«.
Die Erklärung erfolgte dem Ministerium zufolge im Namen der insgesamt 14 Länder der neuen Allianz, darunter Bahrain, Ägypten, Jordanien, Kuwait, Katar, Dschibuti, die Türkei und der Jemen.14 Länder sagen Unterstützung zuDas Ministerium teilte mit, es habe 51 Länder und Organisationen zu einem Treffen über das Bündnis am Donnerstag in Riad eingeladen. Demnach nahmen Vertreter von 43 Staaten sowie eine EU-Delegation an dem Treffen teil, während 14 Länder ihre Unterstützung zusagten.
Saudi-Arabien reagiert mit dem Bündnis auf Drohungen und Angriffe der von Iran unterstützten Huthi-Miliz im Jemen. Die Miliz in dem Bürgerkriegsland hatte in der vergangenen Woche eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und griff seither nach eigenen Angaben saudi-arabische Öltanker und Ölanlagen an.Am Montag meldeten die Huthis Drohnenangriffe auf »sensible Knotenpunkte« für den Öltransport nach Janbu am Roten Meer. Dort endet die wichtige Ost-West-Ölpipeline, über die Rohöl von den Förderstätten am Persischen Golf fließt. Mit ihrer Hilfe kann die von Iran seit Kriegsbeginn de facto gesperrte Straße von Hormus umgangen werden.











