IT-Sicherheitsforscher haben Angriffe russischer Cyberkrimineller auf eine Exchange-Schwachstelle beobachtet. Die Lücke ist seit Mai bekannt und wurde dort bereits missbraucht. Es reicht bereits das Anzeigen einer bösartig präparierten E-Mail in Outlook Web Access (OWA). Softwareupdates stehen bereit, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Davon berichtet das IT-Sicherheitsunternehmen Proofpoint aktuell. Das Sicherheitsleck stammt von einer unzureichenden Filterung von Eingaben bei der Generierung von Webseiten, es handelt sich um eine Cross-Site-Scripting-Lücke. Angreifer aus dem Netz können ohne Authentifizierung Spoofing-Angriffe ausführen, erklärte Microsoft. Das Anzeigen einer Mail in OWA führt zum Ausführen von darin eingebettetem JavaScript (CVE-2026-42897, CVSS 8.1, Risiko „hoch“).

Ziele in der EU und den USA im Visier

Die IT-Forscher führen aus, dass die Kampagne sich gegen staatliche Stellen in den USA und Europa sowie gegen die Branchen Telekommunikation, Finanzwesen, Gastgewerbe und Luft- und Raumfahrt richtet. Die kriminelle Vereinigung mit den Namen TA488, Laundry Bear oder auch Void Blizzard setze verstärkt auf „Halb-Klick“-Exploits, bei denen das Öffnen einer E-Mail ausreicht, um Useraccounts zu kompromittieren. Sie haben dabei signifikant verbesserte Lademechanismen, Techniken und Malware vorzuweisen, was auf eine deutliche Steigerung der Fähigkeiten der Gruppierung hinweise.