In der Kollaborationssoftware Zimbra, die etwa Mail und Kalender und weitere Funktionen vereint, finden sich regelmäßig Sicherheitslücken, die die Entwickler mit Updates schließen. Admins installieren die offenbar weiterhin sehr zögerlich, denn internationale (IT-)Sicherheitsbehörden warnen nun gemeinsam vor Angriffen von russischen Akteuren, die mindestens seit Juli 2025 unter anderem eine Zero-Click-Lücke in Zimbra missbrauchen. Ziel der Angriffe sind demnach westliche Regierungen, kommerzielle sowie Bildungseinrichtungen, der Energiesektor, Strafverfolger, Medien, Nichtregierungsorganisationen und der Technologiesektor.
Davor warnt unter anderem die US-amerikanische IT-Sicherheitsbehörde CISA aktuell auf ihrer Webseite. Insbesondere die kriminelle Gruppierung Laundry Bear (weitere Namen: Void Blizzard, CL-STA-1114 oder TA488 und UNK_PitStop) soll demzufolge vertrauliche Informationen für die russische Regierung sammeln, mit Hauptaugenmerk auf E-Mails. Während die Cybergang zuvor auf eher weniger ausgefeilte Techniken wie Password-Spraying, Phishing und Pass-the-Cookie (Session-Cookie-Diebstahl) setzte, nutzt sie in den jüngeren Kampagnen eine Zero-Day-Schwachstelle in ZCS (CVE-2025-66376, CVSS 7.2, Risiko „hoch“). Opfer müssen nicht einmal mehr einen bösartigen Link klicken, sondern die Anzeige der E-Mail reicht aus, um die Schwachstelle auszunutzen und den Angreifern unbefugten Zugriff auf die E-Mails zu ermöglichen.











