Ein Sicherheitsforscher hat demonstriert, wie Microsoft Copilot für Word dazu gebracht werden kann, einen sich selbst verbreitenden, durch Eingabeaufforderungen injizierten „KI-Wurm“ zu verbreiten. Der Angriff verändert unbemerkt Dokumente und bettet seine eigenen versteckten Anweisungen in neu erstellte Dateien ein, wodurch er sich ohne Makros oder herkömmliche Malware über normale Dokumentenfreigabeprozesse verbreiten kann.

Diese Technik ermöglicht es einem Angreifer, eine JSON-formatierte Eingabeaufforderung als weißen Text auf weißem Hintergrund in einem Word-Dokument zu verbergen. Wenn jemand Copilot anweist, mit Word Inhalte auf Basis dieses Dokuments zu erstellen oder zu bearbeiten, entfernt Copilot die Formatierung, liest den verborgenen Text und interpretiert die eingebetteten Anweisungen als Teil der Benutzeranfrage.

Copilot verändert daraufhin das aktive Dokument und fügt die vollständige Schadsoftware als versteckten weißen Text ein. Dieses neue Dokument dient als Träger. Jeder, der es später als Quellmaterial für Copilot verwendet, löst dasselbe Verhalten aus, wodurch sich die Schadsoftware auf weitere Dokumente ausbreiten kann. Da die Dokumente von legitimen Benutzern erstellt und bearbeitet werden, ist der Angriff schwer nachzuverfolgen.