Baum stürzt auf Jugendliche – zwei Schwerverletzte Bei einem Sturm am Möhnesee südlich von Soest in Nordrhein-Westfalen ist es nach Angaben der Polizei zu einem schweren Unfall gekommen: Wie der WDR berichtet, stürzte ein Baum um und traf eine Gruppe von jungen Leuten, die in der Nähe des Sees saßen. Ein 18 und ein 19 Jahre alter Teenager wurden von dem Baum getroffen und schwer verletzt. Die Gruppe bestand aus vier Jugendlichen. 35 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz.Waldbrand nahe Atomkraftwerk in England ausgebrochenIn der englischen Grafschaft Suffolk kämpfen derzeit mehr als 100 Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand in der Nähe eines Kernkraftwerks. Bereits am frühen Mittwochabend wurden die Einsatzkräfte zu dem Feuer in dem Küsten- und Heidelandgebiet Dunwich Heath gerufen. Die örtliche Feuerwehr stuft den Brand inzwischen als Großereignis ein.Demnach lodern die Flammen auf einer Fläche von etwa 100 Hektar. Anwohner und unter anderem ein nahegelegener Ferienpark mussten bereits evakuiert werden, auch Notunterkünfte wurden eingerichtet. Stellenweise kam es in Haushalten zu Stromausfällen. Das Feuer breitete sich den Angaben nach nur wenige Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt aus. Derzeit bestehe für dieses jedoch keine unmittelbare Gefahr. Der britische Premierminister Andy Burnham sprach von einem „sehr ernsten Vorfall“. Er werde dafür sorgen, dass jede nötige Unterstützung bereitgestellt werde.Auch in Schottland kämpften Feuerwehrleute gegen Flammen in einem Nationalpark, die rund 25 Quadratkilometer Moorland zerstört haben. Wie in weiten Teilen Europas ist die Waldbrandgefahr wegen der andauernden Hitze und Trockenheit auch in Großbritannien hoch. Studie: Risiko für Waldbrände in Südeuropa stark gestiegen Laut einer neuen Studie hat sich die Zahl der Tage mit hohem Waldbrandrisiko in Südeuropa seit 1981 verdoppelt. Das gelte für weite Teile der Iberischen Halbinsel, Frankreich, Italien und Griechenland, heißt es in der im Fachblatt „Scientific Reports“ erschienenen Studie. Gründe dafür seien hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit, Trockenheit und starke Winde. Der Klimawandel führe dazu, dass diese brandfördernden Bedingungen häufiger aufträten.Der Anstieg extremer Brandwetter-Tage ist der Studie zufolge auf der Iberischen Halbinsel besonders ausgeprägt. In Teilen von Portugal und Spanien seien die Bedingungen für Waldbrände im Zeitraum von 1981 bis 2010 im Schnitt an weniger als 10 Sommertagen aufgetreten. Im vergangenen Jahrzehnt seien hingegen bis zu 25 solcher extremen Sommertage verzeichnet worden.Trotzdem gab es laut der Studie im vergangenen Jahrzehnt im Schnitt weniger Brände als früher. Die Autoren der Studie vermuten, dass dies auf Verbesserungen im Waldbrandmanagement zurückzuführen ist, beispielsweise auf eine bessere Ausbildung der Feuerwehr, mehr Löschflugzeuge und Brandschneisen sowie eine verbesserte Aufklärung der Öffentlichkeit.Während die verbesserte Brandbekämpfung die Anzahl der Feuer und die verbrannte Fläche im Schnitt reduziert habe, führe dies gleichzeitig zu einer Ansammlung von Brennmaterial in der Landschaft. Dies begünstige zusammen mit den vom Klimawandel verschärften Wetterbedingungen die Entstehung von selteneren, aber dafür stärkeren und unkontrollierbaren Megabränden. So sei beispielsweise in Spanien in den Jahren 2022 und 2025 signifikant mehr Fläche verbrannt als im jährlichen Durchschnitt des Landes von 1981 bis 2010.Ausgetrocknete Donau: Dürre legt Mammutknochen in Bulgarien frei Die extrem niedrigen Pegelstände der Donau haben in Bulgarien einen Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts freigelegt. Die Knochenteile hätten „sehr wahrscheinlich“ einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des Regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow, am Donnerstag der AFP. Sie wurden in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden.Nenow geht davon aus, dass das Tier zu seinem Todeszeitpunkt noch jung war. Neben den Zähnen wurden ihm zufolge Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor.Für Archäologen sei es ein Glücksfund: Die Knochen seien gut erhalten. Anders als andere Mammutüberreste seien sie zudem an ein und derselben Stelle gefunden worden. Es sei also davon auszugehen, dass sie zu einem einzigen Tier gehörten, sagte Nenow. Ein Anwohner des Dorfes Ryahowo hatte die Knochen am Mittwoch zufällig entdeckt, bevor sie am Donnerstag ins Museum gebracht wurden.Die Donau hat wegen fehlender Niederschläge und aufeinanderfolgender Hitzewellen seit Mai in einigen Abschnitten Rekordtiefstände erreicht. In Rumänien wurden wegen der niedrigen Pegelstände und des deshalb fehlenden Kühlwassers zwei Atomreaktoren vom Netz genommen.Karte zeigt „Kühle Orte“ in Dresden Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat eine „Kühle-Orte-Karte“ erstellt. Dort seien mehr als 50 öffentliche Orte zum Abkühlen gekennzeichnet, teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Darunter sind Museen, Kirchen, Friedhöfe, die Dresdner Heide und der Botanische Garten. Die Karte ist online unter www.dresden.de/kuehle-orte abrufbar. Erfasst sind Orte und Einrichtungen im Freien, in Gebäuden und am Wasser, an denen es sich an heißen Tagen deutlich kühler als in der Umgebung anfühlt. Einige der Orte, etwa Museen, sind nur zu bestimmten Öffnungszeiten erreichbar. Die Karte werde fortlaufend aktualisiert, so die Stadtverwaltung. Bereits eingetragen sind die beiden mobilen Trinkwasserbrunnen mit Nebeldüsen in der Altstadt und der Neustadt sowie weitere Orte im Stadtgebiet, an denen es kostenloses Trinkwasser zum Nachfüllen gibt.Wie bestimmt man die Übersterblichkeit in Hitzewellen?Die Übersterblichkeit durch Hitzewellen zu errechnen, ist nicht einfach. Meine Kollegin Pia Heinemann hat mit einer Epidemiologin darüber gesprochen, wie die Zahlen entstehen.Lager mit alter Kriegsmunition explodiert bei Waldbrand in FrankreichBei dem verheerenden Waldbrand an der französischen Atlantikküste ist im schwer getroffenen Ort Le Porge ein vergessenes Munitionslager aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. „In unserer Gemeinde gab es – ohne dass wir davon wussten – Munitionsdepots, die auf Grundstücken vergraben waren und explodiert sind“, sagte der Bürgermeister des Ortes, Martial Zaninetti, dem Sender France Info.In der zweiten Brandnacht, als über zehn Meter hohe Flammen die Häuser verschlangen, sei ein ohrenbetäubender Lärm ertönt, der einem „Kriegslärm“ glich. Wie die örtliche Zeitung „Ouest-France“ berichtete, ging es wohl um ein Lager mit deutscher Munition, die in der Region noch vielfach gefunden wird.„Wir dachten zunächst, es handele sich um Gasflaschen, aber es war wirklich viel zu heftig. Es sind tatsächlich Granaten explodiert; einige liegen auf dem Boden, andere sind nach rechts und links abgeflogen und haben ganze Gebiete durchquert. Eine davon ist sogar durch ein Haus geflogen“, sagte der Bürgermeister. Ihm zufolge „gab es eine Menge Munition“, so dass „mehr als hundert Explosionen“ zu hören waren. Es habe aber keine Verletzten gegeben. Sprengstoffexperten hätten das Gelände später überprüft und wollten in einigen Tagen erneut anrücken. Als es zu den Explosionen kam, waren die Bewohner schon evakuiert. Menschen in Aglia Galini auf Kreta vor Waldbrand in Sicherheit gebrachtAuf der griechischen Mittelmeerinsel Kreta wurden am Mittwochabend rund 8000 Menschen vor einem Waldbrand in Sicherheit gebracht, sagte eine örtliche Behördenvertreterin am Donnerstag dem Sender ERT. Der Waldbrand südlich der Stadt Rethymno wurde durch starke Winde angefacht und bedrohte vorübergehend den Ferienort Agia Galini. Ein Video der Polizei zeigt, wie die Küstenwache Menschen mit Booten in Sicherheit bringt.Später teilte der Bürgermeister der naheliegenden Ortschaft Agios Vassilios, Yiannis Tatarakis, mit, die Ferienanlagen in Agia Galini seien wieder geöffnet und die Besucher dürften zurückkehren. Das bestätigte auch der Hotelier Michalis Christoforakis der Nachrichtenagentur AFP.Am Donnerstagnachmittag brach etwa 60 Kilometer vom ersten Brandherd entfernt in der Nähe des Dorfes Asomatos ein zweiter Brand aus. Die Behörden riefen vorsorglich zu Evakuierungen auf. Drei Hubschrauber und mehr als 70 Feuerwehrleute wurden zu dem neuen Feuer entsandt. Insgesamt waren auf Kreta somit 300 Feuerwehrleute im Einsatz.Der nationale Wetterdienst in Athen erklärte, durch die starken Winde habe sich eine Feuerfront von über zwölf Kilometern gebildet. Er warnte, dass der Wind im Süden Kretas den ganzen Tag über „sehr stark“ bleiben könnte. Wie verändert die Hitze den Rudersport?Der Rudersport spürt die Folgen des Klimawandels schon heute, etwa wegen niedriger Pegel. Wie die Ruderer damit umgehen, schreibt mein Kollege Alexander Davydov:Katastrophenfall wegen Brands in Chiemgauer Alpen ausgerufenWegen des Brands eines Bergwalds in den Chiemgauer Alpen haben die Behörden den Katastrophenfall ausgerufen. „Wir haben uns entschieden, dass wir gleich voll durchstarten“, sagte der Traunsteiner Landrat Andreas Danzer (Freie Wähler) in Unterwössen bei einem Pressestatement nahe dem Brandort. Man brauche einen schnellen Zugriff und „schlagkräftige Hilfe“ bei der Brandbekämpfung. Dabei hätten auch die Erfahrungen aus dem tagelangen Waldbrand am Saurüsselkopf im Mai eine Rolle gespielt. Mehr als 200 Einsatzkräfte kämpfen in dem unwegsamen Gelände im Gipfelbereich der Hochwand gegen die Flammen.Ist Deutschland auf Dürren vorbereitet? Trockenheit stellt die Republik vor neue Herausforderungen. Bund und Länder haben schon Maßnahmen beschlossen, aber Fachleute sehen größeren Handlungsbedarf, schreibt mein Kollege Majd El-Safadi:„Das Feuer ist überall, es schwelt“Die Gefahr lauert unter der Erde: Feuerwehrleute und Förster bereiten sich darauf vor, das riesige Brandgebiet in Südfrankreich auf sogenannte „Zombiefeuer“ zu überwachen. Die Brandherde schwelen unter der Erde und können ohne Vorwarnung wieder aufflammen – teils Kilometer weit weg, Wochen oder Monate nachdem der eigentliche Waldbrand gelöscht ist.Der trockene Torfboden bei Bordeaux ist besonders anfällig. Auch wenn der Großbrand im Département Gironde inzwischen als „stabilisiert“ gilt und die Flammen in den kommenden Tagen gelöscht werden, schwelt es unter der Erde. Sichere Anzeichen sind glimmende Wurzeln oder Rauchwolken, die scheinbar aus dem Nichts aufsteigen.Die Torfschicht am Waldboden besteht aus Pflanzenteilen, die sich über die Jahre langsam zersetzen. Ein ideales Brennmaterial für die schwelende Glut, die mangels Sauerstoff unter der Erde versteckt bleibt, bis Wind und Trockenheit sie wieder anfachen.„Das Feuer ist überall, es schwelt“, sagt Feuerwehrmann Cyril Venière. „Es wird mindestens Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis wir es schaffen, es vollständig zu löschen. Wir müssen das gesamte Gebiet genau überwachen“ – im Zweifel über Jahre hinweg.Das Gebiet eines Waldbrands in der gleichen Region 2022 wird nach Feuerwehrangaben noch immer überwacht. Zwei Jahre lang entdeckten Feuerwehrleute immer wieder Reste des Feuers.Wie beeinflusst die Hitze unser Leben?Hohe Temperaturen fahren unseren Alltag herunter, machen uns unproduktiver und können der Wirtschaft schaden. Und sie gefährden unsere Gesundheit. Ein Überblick in Grafiken von meinen Kolleginnen Sandra Liermann und Anna Nowaczyk: Wacken-Besucher trotzen der HitzeTeils mit Eisbeutel auf dem Kopf, Swimmingpool vor dem Zelt oder Schattenplätzen auf dem Festivalgelände: Rund 85.000 Metalfans trotzen im schleswig-holsteinischen Wacken der Hitze. „Wir haben Wasser geholt mit Bollerwagen und haben uns den Pool ein bisschen befüllt, damit es wenigstens nicht ganz so warm ist“, sagte Annette, die aus Nordrhein-Westfalen zum Heavy-Metal-Festival gefahren ist, der Deutschen Presse-Agentur. „Damit man das Wetter aushalten kann.“ Dennoch ist ihrer Festivalgruppe die Sonne immer noch lieber als der Dauerregen und der Schlamm im vergangenen Jahr. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden am zweiten Tag des Heavy-Metal-Festivals Temperaturen von bis zu 34 Grad erwartet. Thomas, der von der niederländischen Grenze aus angereist ist, sieht das Wetter sportlich. „Es ist ein Festival“, erklärte er. „Du hast halt nicht immer überall Schatten. Das weißt du, wenn du hier hinkommst – das heißt, du musst das Beste draus machen.“ Auch er ziehe den Staub und die Sonne dem Schlamm vor. So bleibt das Wohnzimmer kühlKann eine Rettungsdecke dabei helfen, Innenräume vor Sonnenhitze zu schützen? Ja, schreibt mein Kollege Marty Krauße-Wiegand. Aber wo sie angebracht wird, macht einen entscheidenden Unterschied:Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker zur Hitzewelle in Europa: Baum in NRW stürzt auf Jugendliche – zwei Schwerverletzte | FAZ
Lauterbach: „Es geht um Tausende Menschenleben“ +++ Hitze verursacht mehr Autopannen +++ Bis zu 39 Grad und schwere Gewitter in Deutschland +++ Größtes Sturmrisiko im Raum Hannover +++ alle Entwicklungen im Liveblog











