Jack Yim arbeitet dort, wo der Boom um die Tropenfrucht Durian wohl nie enden wird. Er ist Manager der Durian-Day-Filiale in Bukit Bintang, dem populären Einkaufsviertel der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur. Viele Touristen flanieren hier jeden Tag entlang. Das Geschäft laufe gut, sagt Yim, der Preisverfall betreffe ihn nicht. Ein großes Exemplar der gefragten Durian-Sorte Musang King kostet bei ihm gerade pro Kilo 58 Ringgit, 12,40 Euro. Aber natürlich weiß er, dass der Druck anderswo größer ist. „Kleine Farmer auf dem Land haben vielleicht keinen Zugang zu den Lieferketten in die Stadt“, sagt er, „die verkaufen dann kleine Durians für neun, zehn Ringgit pro Stück.“ Sie müssen ja irgendwie loswerden, was sie in der Hoffnung auf gute Geschäfte angebaut haben.
Durian-Boom: Wie eine Stinkfrucht zum Problem für malaysische Bauern wird
In Asien gilt die stinkende Durian-Frucht als Delikatesse, die Nachfrage aus China wächst. Malaysische Bauern wollten von dem Boom profitieren – und haben sich gewaltig verschätzt.







