PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernKandidatenlisten von 19 Parteien zur Landtagswahl zugelassenStand: 16:32 UhrLesedauer: 2 MinutenDie Unterlagen der Partei Lobbyisten für Kinder trafen zu spät bei der Landeswahlleitung MV ein - schuld soll die Post sein. (Symbolbild)Quelle: Jens Kalaene/dpaEine Partei darf nicht auf den Wahlzettel, weil ihre Unterlagen von der Post zu spät zugestellt worden sind. Die Partei fühlt sich ungerecht behandelt und erwägt vor Gericht zu ziehen.Der Wahlzettel bei der Landtagswahl am 20. September wird kürzer sein als vor fünf Jahren: Nach einem Beschluss des Landeswahlausschusses sollen 19 Parteien darauf stehen. Vor fünf Jahren waren es 24 gewesen.Kleinpartei ausgeschlossenDer Landeswahlausschuss ließ 19 Landeslisten von Parteien zu, wie Landeswahlleiter Christian Boden mitteilte. Die Kandidatenliste der Kleinpartei Lobbyisten für Kinder (LfK) wurde demnach nicht zugelassen, weil die Unterlagen erst nach Ablauf der Frist bei der Behörde eingegangen waren. Die Partei erwäge nun den Gang vor das Landesverfassungsgericht, um einstweiligen Rechtsschutz zu suchen, so Boden.Die Lobbyisten für Kinder fühlen sich ungerecht behandelt. «Unsere vollständigen Wahlunterlagen wurden am 2. Juli 2026 per Einwurf-Einschreiben an die von der Landeswahlleitung veröffentlichte Anschrift in Schwerin versandt. Die Einreichungsfrist endete am 7. Juli 2026 um 16 Uhr. Nach dem üblichen Verlauf der Postbeförderung hätte die Sendung damit rechtzeitig eintreffen müssen», argumentiert die Partei. Ausgeliefert worden sei der Brief aber erst am 9. Juli - warum, könne die Deutsche Post nicht nachvollziehen.Post stellt Brief zu spät zuAus Sicht der Lobbyisten für Kinder ist es nicht hinnehmbar, dass eine Partei von der Wahl ausgeschlossen wird, obwohl sie die erforderlichen Unterstützungsunterschriften gesammelt, sämtliche Unterlagen vollständig vorbereitet und diese mehrere Tage vor Ablauf der Frist an die offiziell veröffentlichte Adresse versandt habe.Auf den 19 am Donnerstag zugelassenen Landeslisten bewerben sich nach Angaben der Landeswahlleitung 313 Kandidatinnen und Kandidaten um einen Sitz im Landtag. Die Parteien reichen von der SPD, die aktuell die stärkste Kraft im Landesparlament ist, bis zur Kleinpartei Wir leben Demokratie. Die Parteien werden mit der Zweistimme gewählt, während die Erststimme den Direktkandidaten in den 36 Wahlkreisen in MV gilt. Oft werden die Direktkandidaten von den Parteien nominiert, es treten aber auch unabhängige Bewerber an.dpa-infocom GmbH
Kandidatenlisten von 19 Parteien zur Landtagswahl zugelassen - WELT
Eine Partei darf nicht auf den Wahlzettel, weil ihre Unterlagen von der Post zu spät zugestellt worden sind. Die Partei fühlt sich ungerecht behandelt und erwägt vor Gericht zu ziehen.






