PfadnavigationHomePanoramaWetterJuli war außergewöhnlich warm und trocken – NRW meldet Dürre-RekordStand: 17:02 UhrLesedauer: 2 MinutenDeutschland erlebt den Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 40 Grad. Am Nachmittag drohen lokal Unwetter mit Sturmböen und Platzregen.Der Juli endet nach DWD-Angaben heißer und trockener als die Vergleichsmonate. Aus NRW melden die Meteorologen einen Dürre-Rekord. Zum Wochenende hin soll es teils stark gewittern.Nach besonders sonnigen Wochen ziehen zum Ende des Monats in Deutschland vermehrt Schauer und Gewitter auf. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Donnerstag erklärte, fiel der Juli vorläufigen Messergebnissen zufolge ungewöhnlich warm und trocken aus. Die mittlere Temperatur lag dabei 2,8 Grad Celsius über dem international verwendeten Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990. Für Donnerstag wurde mit örtlich 40 Grad allerdings noch ein Monatsmaximum erwartet.Auffallend war laut DWD im vergangenen Monat ein deutliches Nordost-Südwest-Gefälle. Der Südwesten des Landes war demnach außergewöhnlich warm, der Temperaturunterschied zum Nordosten war mit drei bis vier Grad sehr ausgeprägt. Beide Regionen seien allerdings wärmer, trockener und sonniger gewesen als im langjährigen Mittel.Lesen Sie auchSpeziell die Trockenheit im Südwesten und Westen habe historische Ausmaße erreicht, erklärte der DWD. Im Vergleich zum Zeitraum von 1961 bis 1990 sei im Juli mit 40 Litern pro Quadratmeter nur etwas mehr als die Hälfte des Niederschlags gefallen. Es handle sich daher um den fünften trockenen Monat hintereinander. Die Folgen seien Ernteeinbußen, eine höhere Waldbrandgefahr und niedrige Wasserstände, welche die Schifffahrt beeinträchtigten.In Nordrhein-Westfalen war der Juli nach vorläufigen Angaben des DWD sogar der trockenste seit Beginn der Messgeschichte im Jahr 1881. Demnach wurde der Tiefstwert von 26 Litern Niederschlag auf den Quadratmeter aus dem Jahr 2018 mit nur 18 Litern nochmals deutlich unterboten.DWD rechnet mit Gewittern ab DonnerstagabendFür die kommenden Tage prognostizierte der DWD bei weiter hohen Temperaturen zunehmend Gewitter und Stürme. Noch am Donnerstag sollten zunächst von Südwesten und Westen her teils kräftige Schauer und Böen bis Orkanstärke in Richtung Norden ziehen. Die Höchstwerte lagen landesweit bei knapp 39 Grad und 32 Grad an der See.Am Freitag soll es erneut Schauer und Gewitter geben, die sich von Südwesten bis in den Osten ausbreiten. Höchsttemperaturen werden im Südosten des Landes bei etwa 35 Grad erreicht. Der Samstag beginnt heiter bis wolkig. Im Osten gibt es anfangs noch schauerartigem Regen. Weitere kräftige Schauer und Gewitter ziehen von der westlichen Mitte des Landes in Richtung Alpen bei Höchsttemperaturen von landesweit 32 Grad und 24 Grad im Norden.Lesen Sie auchAm Sonntag gibt es vorwiegend südlich der Donau Quellwolken und am Alpenrand noch teils kräftige Gewitter. Die Höchsttemperaturen steigen auf 34 Grad im Süden und 31 Grad im Norden des Landes.dpa/sebe