Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesWassermangel: München verlängert Bewässerungsverbot nichtRKI: Fast 10 000 hitzebedingte Tote in diesem JahrWetter heute: Bis zu 39 Grad und schwere GewitterVielerorts in Deutschland ist es so heiß wie noch nie an einem 29. JuliFast überall mehr als 30 Grad – Amtliche HitzewarnungDWD: Hessen und NRW trockenster Juli-Monat seit 1881Zu trocken und zu sonnig: Der Juli war mit 19,7 Grad überdurchschnittlich warm, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Basis seiner rund 2000 Messstationen errechnet hat. Hessen und Nordrhein-Westfalen melden den trockensten Juli-Monat seit Beginn der Messgeschichte 1881. Mit rund 40 Litern pro Quadratmeter fiel im Juli nur die Hälfte des Niederschlags, der in der Referenzperiode 1961 bis 1990 (78 Liter pro Quadratmeter) gemessen wurde. Konkret liegen die 19,7 Grad um 2,8 Grad über dem Referenzwert von 16,9 Grad. „Eine hohe Waldbrandgefahr, sehr niedrige und die Schifffahrt beeinträchtigende Wasserstände und massive Ertragseinbußen bei der Getreideernte waren die Folge“, hieß es beim DWD. Lokal heftige und mit Starkregen einhergehende Gewitter hätten die Trockenheit in der Fläche nicht mindern können.Bereits der Juni 2026 war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der zweitwärmste Juni gewesen, den es jemals gab. Die Temperatur habe im Mittel bei 19,5 Grad gelegen, teilte der DWD damals in einer vorläufigen Auswertung mit. Nur 2019 sei es mit im Schnitt 19,8 Grad noch wärmer gewesen. Wassermangel auch an der Donau Der an manchen Orten rekordniedrige Wasserstand der Donau bringt die Stromerzeuger in Österreich, Rumänien und Ungarn in die Bredouille. Wasser- und Kernkraftwerke müssen mangels Wasser die Produktion drosseln oder sogar vorübergehend einstellen. An einigen Messstationen sind historische Niedrigwerte bereits unterschritten. Bei Paks in Ungarn liegt der Wasserstand der Donau nach Angaben der dortigen Wasserwerke sogar 121 Zentimeter unter dem bisherigen Tiefstand. Die Stromversorgung ist laut Behörden nicht gefährdet. Aber Entspannung ist nicht in Sicht, im Gegenteil. Auch Tourismus und Fischerei sind betroffen. Am Kernkraftwerk Paks, etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest, wurde schon einer der vier Reaktorblöcke abgeschaltet. Das drohe auch bei den drei anderen, sagte Ministerpräsident Péter Magyar. Hintergrund sind mangelnde Regenfälle, aber auch zunehmend wenig Schmelzwasser von Gletschern, wie Florian Seidl, Sprecher des größten österreichischen Wasserkraftwerkbetreibers, Verbund, sagte: „Eigentlich sollten wir jetzt das Wasser aus der Schneeschmelze abarbeiten, aber aufgrund der Erderwärmung fällt immer weniger Schnee.“ Beim Verbund liegt die Produktion rund 30 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Auch an fast allen Zubringern zur Donau in Oberösterreich herrscht Wassermangel. Viele der mehr als 4000 Kleinwasserkraftwerke sind betroffen, mit bis zu 50 Prozent gedrosselter Produktion oder gänzlichem Stopp.In Rumänien sank der Wasserstand der Donau auf ein Drittel des durchschnittlich im Juli gemessenen Werts. Dort mussten beim Kernkraftwerk Cernavoda beide funktionierenden Reaktorblöcke abgeschaltet werden. Sie erzeugen normalerweise etwa ein Fünftel des Stroms in Rumänien.Der Schiffsverkehr ist aufgrund des Niedrigwassers bereits eingeschränkt. Kreuzfahrten von Passau nach Wien enden vorzeitig. Der österreichische Wasserstraßenbetreiber Viadonau warnt auf seiner Webseite vor den Stellen mit besonders geringer Wassertiefe. Diese Woche blieb nahe dem rumänischen Donauhafen Cetate ein Kreuzfahrtschiff mit fast 240 Menschen an Bord in einer Sandbank stecken. Alle Passagiere konnten in Sicherheit gebracht werden. Frachtschiffe können nur noch teilweise beladen werden und fahren dadurch Verluste ein. Wassermangel: München verlängert Bewässerungsverbot nichtWeil das Trinkwasser in München knapp zu werden drohte, erließ die Stadt eine Allgemeinverfügung zum Wassersparen. Diese endet am 1. August und wird nicht verlängert. Das teilten die Stadtwerke und Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) mit. Der Wasserverbrauch sei gesunken. Zwar dürfte es angesichts der erneuten Hitzewelle weitere Verbrauchsspitzen geben, die aber durch die anstehenden Sommerferien und einen damit verbundenen Rückgang abgefedert werden dürften, hieß es.Aufgrund der langen Trockenheit und des hohen Wasserverbrauches hat die Stadt Mitte Juli ein Bewässerungsverbot erlassen. Das bedeutet unter anderem, dass Gartenpflanzen und Rasen nicht mehr gegossen und private Pools nicht mehr befüllt werden dürften. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50 000 Euro. Jedoch: Die hydrologische Situation bleibe angespannt, die Grundwasserstände seien weiterhin niedrig und ein sparsamer Umgang mit Trinkwasser erforderlich. Deshalb erneuerten Stadt und Stadtwerke ihren Appell an Unternehmen und Bürger, Wasser bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen. Die Lage werde nun beobachtet. Sollte sie sich erneut deutlich verschärfen, würden weitere Maßnahmen geprüft.RKI: Fast 10 000 hitzebedingte Tote in diesem JahrIn diesem Jahr sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutschlandweit bereits fast 10 000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben. Die geschätzte Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bis zum 19. Juli liegt bei 9800, wie aus dem entsprechenden RKI-Wochenbericht hervorgeht. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016. Die meisten Hitzetoten in den vergangenen zehn Jahren gab es demnach 2018 - damals waren es im gesamten Jahr rund 9000. Mehr als 5000 der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr geht dem RKI zufolge auf die Hitzewelle in der zweiten Junihälfte zurück, als deutschlandweit vielerorts die Temperaturen auf 40 Grad stiegen. Laut RKI gab es 2026 in der Zeit von Anfang April bis zum 12. Juli schätzungsweise 7900 Hitzetote. Innerhalb der nun betrachteten Woche vom 13. bis 19. Juli kamen demnach 1900 hinzu.In Bayern sind nach Schätzung des RKIs im laufenden Jahr schon rund 1050 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben - 2025 waren es im gesamten Jahr 490 Menschen und auch in den neun Jahren davor waren die Werte nie so hoch wie jetzt. Die Schätzung ist mit Vorsicht zu genießen, sie hat eine große Schwankungsbreite. Bayern ist demnach aber weniger stark betroffen als andere Bundesländer, in Baden-Württemberg und Hessen gab es trotz weniger Einwohner mehr Tote.Typischerweise gibt es laut RKI in Wochen mit einer mittleren Temperatur über 20 Grad deutlich höhere Sterblichkeitswerte als in kühleren Sommerwochen. In der Woche vom 13. bis 19. Juli lag die Wochen-Mitteltemperatur laut RKI bei 20,9 Grad. In zwölf Bundesländern seien mittlere Temperaturen über 20 Grad gemessen worden. Besonders für ältere Menschen ist die Hitze gefährlich.Luzia GeierObdachlosenhilfe fordert mehr AbkühlungsmöglichkeitenDie Potsdamer Straßensozialarbeit hat angesichts der Hitze ein besonderes Auge auf den gesundheitlichen Zustand der Obdachlosen in der Stadt. „Wir haben regelmäßig und zusätzlich Hitzetouren durchgeführt“, sagte Jörg Faulhaber von dem Projekt Creso-Streetwork der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem hätten die Streetworker Wasser und teilweise Sonnencreme verteilt. Bei akuten Hitzewarninformationen hätten sie die Obdachlosen gewarnt.„Nach unserer Einschätzung kennen obdachlose Menschen die üblichen Strategien und Maßnahmen gegen Hitze bereits gut“, führte Faulhaber aus. Die meisten haben die Temperaturen im Blick. „Wir sind allerdings der Meinung, dass es im Stadtgebiet zu wenige Wasserspender und insgesamt zu wenig Abkühlungsmöglichkeiten gibt.“ Bei den Hitzetouren sei daher Wasser größtenteils dankend angenommen worden, so Faulhaber.Luzia GeierWetter heute: Bis zu 39 Grad und schwere GewitterAn diesem Donnerstag wird der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle erwartet. Danach kühlt es zumindest kurzzeitig ab. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet im Tagesverlauf mit Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad. Nahezu überall in Deutschland gilt demnach eine amtliche Warnung vor Hitze. Es werde eine starke Wärmebelastung erwartet. Für mehrere Bundesländer gab der DWD zu bedenken: „Die Hitze wird alte und pflegebedürftige Menschen extrem belasten.“ Hitzebelastung könne für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Meteorologen appellierten: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.“Deutscher Wetterdienst (DWD) Neben der Hitze dürften schwere Gewitter in Teilen Deutschlands für Gefahren sorgen. Laut Deutschem Wetterdienst können sie ab den Nachmittagsstunden vor allem in einem Streifen von Hessen, Thüringen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt auftreten. Mit den Schauern und Gewittern komme es verbreitet zu stürmischen Böen oder Sturmböen, hieß es weiter. Vor allem im Norden seien auch einzelne kräftige Gewitter mit schweren Sturmböen und vereinzelt sogar orkanartigen Böen möglich. „Bei diesen Windgeschwindigkeiten können Bäume entwurzelt werden und größere Gegenstände umherfliegen“, teilten die Meteorologen mit.Mehr zum Thema lesen Sie hier:Luzia GeierStädtetag: Brauchen Milliarden für KlimaanpassungDer Deutsche Städtetag will von Bund und Ländern deutlich mehr Förderung für Klimaanpassung. Das sei kein „Nice to have“, sondern „existenziell für unsere Zukunft“, sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Für die Städte sei die Anpassung an Erhitzung eine Daueraufgabe für Jahrzehnte.Es gehe um Milliardeninvestitionen, die die Kommunen nicht allein stemmen könnten, so Schuchardt. Die Umsetzung von Konzepten zur Hitzevorsorge wie Entsiegelung, Stadtgrün oder Wasseraufnahme müssten „dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert werden“. Bestehende Förderprogramme reichten nicht aus, meint der Städtetag. Angesichts der dramatischen Finanzlage der Kommunen fehlten eigene Investitionsmittel zur Klimaanpassung.Vielerorts in Deutschland ist es so heiß wie noch nie an einem 29. JuliWo ist es heute besonders heiß? Unsere Kolleginnen und Kollegen aus dem Datenteam haben eine Seite entwickelt, auf der Sie jeden Tag aktuell nachschauen können, wie ungewöhnlich sich die Temperaturen in Ihrer Region verhalten. Ein Blick darauf verrät heute: Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in großen Teilen von Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Hessen und Bayern ist es heute so warm wie noch nie an einem 29. Juli. Das übrige Deutschland wird als „ungewöhnlich warm“ eingestuft, mit Ausnahme einiger Bereiche rund um Berlin in Richtung polnische Grenze: Dort herrschen laut Karte „normale“ Temperaturen für einen 29. Juli.Und wie sah es in den zurückliegenden Wochen aus? Welche Rolle spielt der Klimawandel? Lesen Sie am besten selbst:Heiße Städte, kühleres UmlandStädte sind Hitzeinseln, insbesondere nachts. Laut Messungen des Deutschen Wetterdienstes kann der Temperaturunterschied zwischen Stadt und Land bis zu neun Grad betragen. Aber Stadt ist nicht gleich Stadt, das weiß jeder, der an einem warmen Sommertag schon einmal zum Beispiel durch München geradelt ist: Sobald Bäume oder Wasser in der Nähe sind, wird es spürbar kälter.Wie sieht es in München aus – in welchen Stadtvierteln ist es besonders heiß und wo findet man Kühle? Das können Sie hier nachlesen:Am Rhein droht niedrigster je gemessener Wasserstand Die lang anhaltende Dürre lässt den Wasserstand des Rheins immer weiter sinken. Der für die Binnenschifffahrt wichtige Pegel in Kaub im Mittelrheintal könnte amtlichen Prognosen der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt zufolge am Donnerstag und Freitag unter den tiefsten je gemessenen Wert aus dem Jahr 2018 (25 Zentimeter) fallen. Am Mittwoch lag er nur noch bei 29 Zentimetern, was einer Wassertiefe in der Fahrrinne von 1,43 Meter entsprach.Der ausbleibende Regen hat nach Auskunft der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz bereits jetzt erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Wirtschaftsbranchen. „Unter einem Pegelstand von 40 Zentimetern bei Kaub ist keine sinnvolle Binnenschifffahrt mehr möglich“, teilte die Organisation dem Evangelischen Pressedienst mit. Bereits in den vergangenen Tagen hätten Schiffe nur noch mit stark reduzierter Frachtmenge auf dem Rhein verkehren können, was die Kosten in die Höhe getrieben habe. Für den uneingeschränkten Betrieb von Großmotorschiffen müsste der Wasserstand im Rhein demnach mindestens um einen Meter ansteigen.Laut IHK drohen Versorgungsengpässe bei Rohstoffen wie Kohle, Rohöl und Erdgas, die typischerweise mit Schiffen transportiert werden. Diese Produkte stehen am Beginn zahlreicher industrieller Produktionsketten, weshalb ganz unterschiedliche Industrieunternehmen betroffen seien. Der volkswirtschaftliche Schaden des historischen Niedrigwassers von 2018 werde auf 2,4 Milliarden Euro beziffert. Fast überall mehr als 30 Grad – Amtliche HitzewarnungDeutschland steht wieder ein sehr heißer Tag bevor: In fast allen Regionen wird es sonnig und vielerorts dürfte es über 30 Grad heiß werden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden in weiten Teilen des Landes Höchstwerte von 31 bis 35 Grad erwartet, im Westen und Südwesten teils sogar 34 bis 38 Grad, etwa im Raum Karlsruhe.An den Küsten wird es bei Wind vom Wasser Richtung Land nicht ganz so warm, im Nordosten liegen die Werte demnach bei 26 bis 31 Grad. Meist bleibt es überall sonnig, nur an den Alpen können sich mehr Quellwolken bilden; zum Abend hin sind einzelne Gewitter nicht ausgeschlossen, wie der DWD mitteilte. Auch in der Nacht zum Donnerstag bleibt es vielerorts warm: In den Ballungszentren im Westen und Südwesten sinken die Temperaturen laut DWD teils nur auf 24 bis 20 Grad. Sonst werden 20 bis 15 Grad erwartet. Für den größten Teil Deutschlands hat der DWD deshalb eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben. Das tut der Wetterdienst in der Regel, wenn die gefühlte Temperatur am frühen Nachmittag bei etwa 32 Grad liegt – und es in der Nacht nicht genug abkühlt, um die Wohnräume zu kühlen. Die Wetterexperten raten zu folgenden Grundregeln: Hitze meiden, viel trinken und den Körper kühlen, zu Hause erst lüften, wenn es draußen kühler wird.Schädliche Bakterien: Todesfall nach Vibrionen-Infektion registriert – Hitze erhöht RisikoDie Berliner Gesundheitsämter haben einen Todesfall nach einer Vibrionen-Infektion registriert. Der Mensch hielt sich den Angaben zufolge vor Einsetzen der Symptome in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee auf. Es handelt sich nach Angaben des Berliner Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) um den ersten von der Behörde registrierten entsprechenden Todesfall seit 2023. Für die Zeit davor lägen keine Daten vor. Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorkommende Bakterien. Mit sommerlicher Hitze steigt das Risiko für Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee. Bei Wassertemperaturen über 20 Grad können sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Vibrionen in Oberflächengewässern stark vermehren. Gerade in flachen, sich schnell erwärmenden Küstenbereichen steigt das Risiko für ein vermehrtes Auftreten der Bakterien bei höheren Temperaturen deutlich. Die Ostsee ist aufgrund ihres niedrigen Salzgehalts besonders betroffen. Insgesamt verzeichnet das Lageso in seinem jüngsten Wochenbericht zu Infektionskrankheiten in diesem Jahr bereits drei Fälle von Vibrionen-Infektionen. Die Behörde geht davon aus, dass sich die Erkrankungen vermutlich nach Wund- oder Hautkontakt mit Meer- beziehungsweise Brackwasser entwickelt haben. Angaben zum Geschlecht der Menschen machte die Behörde nicht. Alle Betroffenen seien über 75 Jahre alt und zählten somit zur Risikogruppe. Dazu zählten insbesondere ältere und immungeschwächte Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, etwa Diabetes, Leber- oder schweren Herzerkrankungen. Gefährdet sind vor allem Menschen mit offenen Wunden. Ab ins Wasser – aber richtigIn den nächsten Tagen steigt das Thermometer vielerorts wieder weit über die 30-Grad-Marke. Aber Obacht, wer in Freibad, Fluss oder See zum Baden geht, sollte unbedingt ein paar Regeln beachten. Warum es auch heuer schon wieder so viele Badetote gegeben hat, weshalb man vor dem Schwimmen auf einen Schweinebraten verzichten und welche Badesachen man seinen Kindern vorzugsweise anziehen sollte – ein kleiner Überblick.Lorenz ZeckUmweltminister: „Vorfahrt“ für Klimaschutz und erneuerbare EnergienVon einem „schmerzhaften Ausdruck eines Klimanotstands“ sprach jüngst der spanische Premierminister Pedro Sanchez angesichts der Brände in seinem Land. Der deutsche Bundesumweltminister Carsten Schneider wählt nicht das Wort Notstand, betont aber ebenfalls die Dringlichkeit der Lage. „Der Klimawandel ist bereits schmerzhafte Realität und er trifft unseren Kontinent besonders stark“, sagte der SPD-Politiker. Jetzt sei die Zeit für Brandbekämpfung, Nothilfe und europaweite Solidarität. „Zugleich muss es darum gehen, den gefährlichen Klimawandel zu stoppen, damit Hitze, Dürre und Waldbrände in Zukunft nicht noch schlimmer werden“, betonte Schneider. „Der Ausbau der erneuerbaren Energien und anderer Klima-Lösungen darf jetzt nicht gebremst werden, sondern muss volle Vorfahrt bekommen.“ Das sei ein Gebot ökonomischer Vernunft, aber auch der Schutz von Menschen und ihrer Heimat. Lorenz ZeckUmweltbundesamt: Wird in Zukunft mehr lange Hitzewellen geben„Wenn wir in fünf oder zehn Jahren auf heute zurückblicken, werden wir mit großer Gewissheit sagen, dass 2026 ein eher kühles Jahr war“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes, Dirk Messner, am Freitag in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Und das, obwohl es in Deutschland Ende Juni Rekordtemperaturen von über 40 Grad gegeben hat.In Berlin werde es um 2050 regelmäßig so heiß werden, wie jetzt in Madrid. „Zur Mitte des Jahrhunderts rechnen wir mit zehn zusätzlichen Hitzetagen im Vergleich zu heute“, fügte er hinzu. „Hinzu kommt: Es wird auch noch mehr lange, mehrtägige Hitzephasen geben, wo es auch nachts kaum mehr abkühlt. Und natürlich wird es insgesamt heißer werden.“ Das werde zu enormen Belastungen für die Menschen, die Verkehrsinfrastruktur und die Gesundheitsversorgung führen. Er mahnt daher eindringlich zu mehr Tempo beim Klimaschutz in Deutschland. Mehr ladenTickarooLive Blog Software