Stand: 30.07.2026 • 16:12 Uhr

In Gaza werden sie dringend gebraucht - doch Israel lässt viele Güter für den Alltag nicht über die Grenze. Die Begründung: Die Hamas könnte sie militärisch nutzen. Hilfsorganisationen sehen das anders.

Noch laufen zumindest einige Maschinen von Atef Odeh in Gaza-Stadt. Odeh betreibt eine private Wasserentsalzungsanlage. Sein Wasser ist ein begehrtes Gut im flächendeckend zerstörten Gazastreifen, wo die allermeisten Menschen in Notunterkünften leben.

Sein Wasser läuft in große Behälter. 120 Kubikmeter Trinkwasser, also 120.000 Liter, will Odeh heute herstellen. Ob das klappt, weiß der Ingenieur noch nicht. Unter normalen Bedingungen könne er die Anlage 15 Stunden lang betreiben, sagt Odeh. Doch er habe kein Diesel für die Stromerzeugung durch Generatoren und auch kein Motoröl. Die Transportfahrzeuge hätten keine guten Reifen. "Die Lage ist äußerst dringlich."

Weniger als sechs Liter Wasser pro Tag