Auch wenn es Tom Kummer bekanntlich nervt: Diese Rezension wird ebenfalls mit den gefälschten Interviews beginnen, er möge es bitte entschuldigen. Also zur Erinnerung: Um das Jahr 2000 dachte sich der heute 65-jährige Schweizer Hollywood-Reporter für das Magazin der Süddeutschen Zeitung Gespräche mit Superstars wie Pamela Anderson, Sharon Stone oder Mike Tyson aus. Der Medienskandal, der folgte, wirkt wohl deshalb bis heute nach, weil er viele Themen vorwegnahm: Fake News, postfaktisches Zeitalter, aber auch den Hype ums autofiktionale Schreiben. Darüber hinaus steht Kummers literarisches Werk in einem speziellen Resonanzverhältnis zu den Interviews.
»Freiwürfe mit einem Diktator«: Doch lieber ein Muttersöhnchen
Im neuen Roman von Tom Kummer denkt ein Lehrer an den Tyrannenmord. Das Buch beweist: Nordkorea ist der Weltmarktführer für irre Geschichten.








