Australien geht rechtlich gegen Telegram vor. Der australischen eSafety-Beauftragten Julie Inman Grant zufolge, habe Telegram es versäumt, Videos von Hinrichtungen durch Terroristen und Massenerschießungen nach Nutzerbeschwerden zu entfernen.

So hätten australische Telegram-Nutzer von Juli bis Oktober 2025 zwölf Beiträge mit terroristischen Inhalten gesehen und sich darüber bei der Plattform beschwert. Jedoch soll Telegram zehn dieser Beiträge oder die Accounts dahinter nicht entfernt haben.

„Wir machen geltend, dass diese Inhalte noch lange nach der Aufforderung an Telegram auf dem Dienst zugänglich blieben“, erklärte Inman Grant. Telegram bestreitet die Vorwürfe und will sie vor Gericht anfechten.

„In diesem Fall geht es um Inhalte, die mit einigen der berüchtigtsten extremistischen Gewalttaten der jüngeren Geschichte in Verbindung stehen, darunter Material im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Christchurch und Buffalo“, so Inman Grant weiter. "

Ein Sprecher des Messengerdienstes wehrte sich gegen die Vorwürfe. Die Bemühungen von Telegram im Kampf gegen den Terrorismus seien gut dokumentiert, sagte er. Im Jahr 2026 sollen seiner Angabe nach tausende extremistische Chat-Gruppen gesperrt worden sein.