Als am 26. September 2022 in der Ostsee die Nord Stream Pipelines mit Sprengladungen schwer beschädigt und teilweise außer Betrieb gesetzt wurden, war dies ein unerhörtes Ereignis: Selbst während der gefährlichsten Phasen des Kalten Kriegs verzichteten die Kontrahenten darauf, die gegnerische Energieinfrastruktur zu attackieren.

Die Nord-Stream-Sprengung war ein Tabubruch. Doch damit waren die Schleusen geöffnet. Heute sind Angriffe auf Energieeinrichtungen erklärte Kriegsziele. Zunächst hatte der amerikanische Präsident gedroht, die kompletten Erdöl- und Erdgas-Anlagen des Iran dem Erdboden gleichzumachen, im Rahmen seines kurzzeitig verfolgten Plans, den Iran in die Steinzeit zurückzubomben und eine Zivilisation auszulöschen. Danach verzichtete Trump großzügigerweise darauf, den Plan umzusetzen. Vom Tisch ist er damit lange nicht.

Schaden für die Weltwirtschaft

Unterdessen haben auch andere Beteiligte erkannt, dass man mit geringem Aufwand den Feind empfindlich treffen kann. Die Sperre der Straße von Hormus hat der Weltwirtschaft schwer geschadet. Doch das war offenbar erst der Anfang.

Nord-Stream