Die gesperrte Straße von Hormus im Konflikt zwischen den USA/Israel und dem Iran könnte neben steigenden Spritpreisen für ein weiteres Problem sorgen. Biologen verschiedener Universitäten warnen in einer Studie davor, dass in der Straße von Hormus lange vor Anker liegende Schiffe invasive Arten aufnehmen und weltweit in fremde Gewässer einschleppen könnten. Dort könnten sie zu einer massiven Bedrohung der Artenvielfalt werden.
Von der Schließung der Straße von Hormus sind rund 1500 Handelsschiffe betroffen. Sie sitzen im Persischen Golf und weitere Schiffe im Golf von Oman fest. Einige davon liegen dort bereits seit Monaten vor Anker. Das begünstigt, dass sich marine Mikroorganismen, Algenarten und wirbellose Tiere auf den unter Wasser liegenden Rumpfflächen der Schiffe ansiedeln und sich dort auch stark vermehren. Das schreiben mehrere Wissenschaftler unterschiedlicher weltweiter Universitäten in der Studie „Closure of the Strait of Hormuz may trigger a bioinvasion super-spreader event“, die in Biological Invasions erschienen ist.
Warnung vor Bioinvasion
Die Biologen malen dabei ein düsteres Bild und sprechen in ihrem wissenschaftlichen Artikel eine deutliche Warnung aus. Die langen Liegezeiten begünstigen die Ansiedlung ökologisch und wirtschaftlich schädlicher invasiver Arten, die sich weltweit ausbreiten können, sobald die lange in der Straße von Hormus gelegenen Schiffe wieder „in das globale Schifffahrtsnetzwerk integriert werden“. Die Schiffe würden dann als „Super Spreader“ möglicherweise eine Bioinvasion in verschiedenen internationalen Gewässern auslösen.







