Um Kinder und Mitarbeiter vor Hitze zu schützen, investiert der Evangelische Regionalverband Frankfurt und Offenbach eine Million Euro in seine Kindertagesstätten. Der Dachverband von 60 evangelischen Kirchengemeinden ist auch Träger von rund 80 Kitas in den Nachbarstädten.Die ersten Arbeiten sollen in diesem Jahr beginnen. An einigen Kitas werden Sonnenschutzfolien und Sonnensegel angebracht. Darüber hinaus werden Jalousien automatisiert, Möglichkeiten zur nächtlichen Auskühlung von Gebäuden geschaffen und Lüftungsanlagen technisch weiterentwickelt. An geeigneten Standorten wird zudem geprüft, Kühlregister in bestehenden Lüftungsanlagen nachzurüsten oder energieeffiziente Kühllösungen in Verbindung mit Wärmepumpen und Photovoltaik einzusetzen.Auf diese Weise sollen Hitzebelastungen frühzeitig reduziert und Einschränkungen des Kitabetriebs möglichst vermieden werden. Schließungen sollen weiterhin die absolute Ausnahme bleiben. Das ist auch das Ziel eines Hitzeschutzplans, den der Verband für seine Kitas erarbeitet hat. Er wird bei einer Außen- oder Innenraumtemperatur von mindestens 26 Grad wirksam und legt in einem vierstufigen Ampelsystem fest, was die Einrichtungen tun müssen. Vorgeschrieben sind dann eine konsequente Verschattung, zusätzliche Trinkangebote und angepasste Tagesabläufe.„Der Klimawandel ist in unseren Kindertagesstätten längst angekommen. Kinder zählen zu den besonders hitzegefährdeten Menschen“, sagt Markus Eisele, Verbandsleiter und Diakoniepfarrer des Evangelischen Regionalverbands Frankfurt und Offenbach. Diakon Carsten Baumann, Geschäftsführer des Fachbereichs Evangelische Kindertagesstätten, ergänzt: „Wir setzen auf passgenaue Lösungen für jede Einrichtung.“ Bauliche Änderungen wie Verschattung und Nachtauskühlung hätten Vorrang. Ergänzend prüfe man moderne technische Lösungen.