Eine diplomatische Lösung des US-Iran-Konflikts bröckelt jeden Tag mehr. Doch ist sie der einzige Ausweg, um einen größeren regionalen Konflikt zu vermeiden.

Bei den US-saudischen Luftangriffen auf den Irak kamen nach Angaben der Allianz mindestens 20 Menschen ums Leben, Diyala am 29.7.2026

Younis AL-Bayati/afp

E s ist eine Premiere: Saudi-Arabien hat sich erstmals im US-Iran-Konflikt öffentlich an einem Militärschlag mit den USA beteiligt —, und zwar gegen Stellungen Iran-naher Gruppen im Nachbarland Irak. Der Angriff erfolgte als Vergeltung für die Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen. Dabei sind mindestens 20 irakische Kämpfer ums Leben gekommen. Im vorwiegend schiitischen Land haben die Angriffe nicht gerade für Begeisterung gesorgt.

Doch eine Strategie der militärischen Eskalation, etwa hin zu einem offenen Konflikt zwischen dem sunnitischen Saudi-Arabien und seinen schiitischen Nachbarn, birgt enorme Risiken für die gesamte Region. Die irakische Regierung bemüht sich zwar um gute Beziehungen zum Westen – scheint aber relativ machtlos zu sein, wenn es um die schiitischen Paramilizen im Land geht. Frühere Versuche, ihre Macht einzuschränken, führten zu Aufständen.