Das Drama bei der Wahl des Fraktionschefs der Union ist ausgeblieben. Ausgestanden ist die Krise damit noch nicht. Merz' Autorität ist dramatisch angeschlagen.

In den eigenen Reihen mehren sich die Zweifel, ob die Merz-CDU wirklich regierungsfähig ist

Sebastian Gollnow/dpa

D as Drama ist ausgeblieben. Thorsten Frei ist mit knapp 92 Prozent zum neuen Fraktionschef der Union gewählt worden. Das ist angesichts der derzeitigen Stimmung in der CDU ein gutes Ergebnis. Zwar hätten sich manche in der Fraktion einen anderen Vorsitzenden gewünscht, einen, der unabhängiger agiert und nicht derart loyal zum Kanzler steht.

Aber Frei ist in der Fraktion beliebt – und ein schlechtes Ergebnis wäre ohnehin weniger ihm als Friedrich Merz zugerechnet worden. Dass es möglicherweise keine gute Idee ist, diesen weiter zu demontieren, scheint sich jetzt auch in der Fraktion durchgesetzt zu haben.