Flixtrain-Chef André Schwämmlein hat das Vorgehen des italienischen Wettbewerbers Italo vor dem deutschen Markteintritt kritisiert, eigene Wachstumspläne allerdings als nicht gefährdet eingestuft. Der Mitgründer und CEO von Flix SE sagte dem „Spiegel“, Italo habe „eine bevorzugte Behandlung“ angestrebt, die dem Unternehmen „exklusive Vorteile bei der Trassenvergabe verschafft“.Die Bundesnetzagentur hatte zuletzt entschieden, dass die Deutsche Bahn auf stark ausgelasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Zuvor hatte Italo Beschwerde gegen die Art und Weise eingelegt, wie die ohnehin begrenzten Schienenkapazitäten in Deutschland vergeben werden.Das italienische Eisenbahnunternehmen plant den Eintritt in den deutschen Markt mit eigenen Fernverkehrsverbindungen für 2028. Die Deutsche Bahn und mehrere Bundesländer sehen die Entscheidung der Bundesnetzagentur kritisch.„Wir sind für gesunden Wettbewerb“, sagte Schwämmlein dem „Spiegel“. Man habe sich bewusst dazu entschieden, das Angebot der Deutschen Bahn mit preiswerteren Tickets zu ergänzen. Sollte Italo ein ähnliches Angebot wie die Deutsche Bahn machen, werde man „auch diesen Wettbewerb annehmen“, sagte er.Schwämmlein deutete außerdem an, nach einer Ausweitung des Flixtrain-Netzes innerhalb Deutschlands auch ins Ausland expandieren zu wollen: „Wir werden weiter Züge bestellen und diese auch international einsetzen.“ (mit dpa)
Flixtrain über Rivalen aus Italien: Italo habe „bevorzugte Behandlung“ angestrebt
Trotz des geplanten Markteintritts von Italo sieht Flixtrain seine Wachstumsambitionen nicht in Gefahr. Kritik übt Flix-Chef Schwämmlein aber an angestrebten Vorteilen bei der Trassenvergabe.






